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Flandern sucht dringend nach Laptops für Schulkinder aus finanzschwachen Haushalten

Flanderns Landesbildungsminister Ben Weyts (N-VA) sucht derzeit bis zu 10.000 Laptops, um diese Schulkindern zur Verfügung zu stellen, deren Eltern kein Geld für eine solche Anschaffung haben. Ohne Computer können diese Kinder bei den derzeit geschlossenen Schulen, dem Unterricht, der in den meisten Fällen gerade online stattfindet, nicht folgen.

Bildungsminister Weyts lanciert jetzt einen Aufruf an die Unternehmen in Flandern, ältere Computer oder Laptops, die vielleicht schon drei Jahre auf dem Buckel haben, dem Bildungswesen zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig sucht Flanderns Landesinnenminister Bart Somers (Open VLD) überzählige Laptops in den Stadt- und Kommunalverwaltungen, die diese vielleicht betroffenen Schulkindern zumindest ausleihen können, solange die Schulen durch die Coronakrise geschlossen bleiben.

Viele Schulkinder können zuhause nicht über einen eigenen Computer verfügen, weil sie in ihren Familien vielleicht nur einen Computer für alle haben oder weil ihre Eltern schlichtweg kein Geld für einen Laptop haben. Dadurch fällt es gerade jetzt besonders schwer, dem Unterricht, der fast überall online organisiert wird, zu folgen.

In manchen Fällen bringen Lehrpersonen ihren Schülern Aufgaben nach Hause oder sie schicken ihnen Material per Kurierdienst oder Post zu, was logistisch nicht unbedingt einfach ist, z.B. in Großstädten oder in dörflichen Gegenden. Die Landesminister Weyts und Somers wollen versuchen, dieses Problem bis zum Ende der Osterferien zu lösen.

„Wir gehen davon aus, dass 1 bis 2 % der hiesigen Schulkinder zuhause nicht über einen Computer verfügen können. Wenn wir wollen, dass der Fernunterricht ein Erfolg werden soll, dann müssen wir alle Kinder erreichen. Deshalb erfolgt dieser Aufruf“, so Landesbildungsminister Weyts. Die Verteilung der hoffentlich ausreichend gespendeten oder zur Verfügung gestellten PC’s wird über die Schulen auf lokaler Ebene erfolgen, denn diese kennen die Situation ihrer Schulkinder besser, als die Schulbehörden. 

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