Lidl und Aldi Belgien schließen ihre Märkte zugunsten des Personals täglich eine Stunde früher

Die deutschen Discounter-Ketten Lidl und Aldi schließen ihre Supermärkte in Belgien jetzt täglich eine Stunde früher als normal. Lidl wird dies solange tun, wie in unserem Land die Corona-Maßnahmen gelten, wie eine Sprecherin der Kette mitteilte. 

Isabelle Colbrandt, die Sprecherin von Lidl in Belgien, sagte, dass die Märkte ihrer Gruppe in der Woche von 8 Uhr 30 bis 19 Uhr geöffnet seien und an Samstagen von 8 Uhr 30 bis 18 Uhr. Damit soll den Beschäftigten in den Lidl-Märkten etwas Atempause gewährt werden, denn diese stehen seit den Corona-Maßnahmen quasi unter Dauerstress. 

Zuerst kamen lange Tage mit Hamsterkäufen, an denen quasi permanent die Regale nachgefüllt werden mussten und dann trat der belgische „lockdown light“ in Kraft mit deutlichen Abstandsbeschränkungen.

Das sorgte erneut für lange Schlangen vor den Märkten und zusätzlich zur normalen Arbeit mussten Mitarbeiter darauf achten, dass alle entsprechenden Regeln eingehalten werden (mindestens 1,5 bis 2 Meter Abstand zwischen den Menschen und in die Märkte durften sich nur gleichzeitig eine beschränkte Anzahl Kunden aufhalten, nämlich 1 Person pro 10 Quadratmeter und ein Kunde darf maximal für die Dauer von 30 Minuten).

“Wir haben diesen Entschluss gemeinsam mit den Gewerkschaften getroffen. Das hat aber auch mit dem veränderten Kaufverhalten zu tun. Wir merken, dass die Leute inzwischen vor allem morgens einkaufen kommen“, so Lidl-Sprecherin Isabelle Colbrandt. Die Gewerkschaften im Einzel- und Lebensmittelhandel in Belgien empfehlen, die Geschäfte zu Gunsten der dort Beschäftigten früher zu schließen. 

Am Donnerstagabend teilte auch Aldi in Belgien mit, die Geschäfts früher zu schließen. Colruyt, Delhaize und Carrefour bleiben bei ihren angestammten Öffnungszeiten. 

Meist gelesen auf VRT Nachrichten