Marcel Krijgsman, All Rights Reserved

Belgiens Sozialämter und die Lebensmittelhilfe erhalten mehr Mittel

Die Lebensmittelbanken, so werden in Belgien die Tafeln genannt, und die Öffentlichen Sozialhilfezentren werden im Zuge der Covid-19-Krise mit mehr Mitteln ausgestattet. Auch Einrichtungen, die sich um das Wohl von Obdachlosen kümmern, bekommen mehr Geld. Dies teilten die Bundesminister für den Kampf gegen die Armut, Denis Ducarme (MR) und für Arbeit, Nathalie Myulle (CD&V) mit. Kurzfristig wird ein Betrag für die nötigste Hilfe von 286.000 € freigemacht.

Vor allem die Lebensmittelhilfe stand in verschiedenen Städten vor großen Problemen, denn durch die Hamsterkäufe am Anfang der Regierungsmaßnahmen gegen die rasche Ausbreitung des Coronavirus blieb z.B. in den Supermärkten kaum noch Ware übrig, die an die Tafeln gespendet werden konnten. Also mussten die Initiativen Lebensmittel zukaufen, um die rund 300.000 Bedürftigen, die hier regelmäßig mit dem Nötigsten versorgt werden, bedienen zu können.

Normalerweise funktionieren die Tafeln in Belgien zu 60 % über überschüssige Waren aus den Supermärkten. Deshalb muss jetzt zugekauft werden, auch wenn sich die Lage in den Warenhäusern und Discountern wieder etwas normalisiert. Die Regierung lässt von verschiedenen Seiten und für verschiedene Bereiche Geld fließen.

286.000 € geht an die Lebensmittelbanken, 200.000 € bekommen die Großstädte Gent, Antwerpen, Lüttich und Charleroi, um kranke Obdachlose unterzubringen und 652.000 € fließen alleine an die Obdachlosenherberge in der Trierstraße in Brüssel, wo zahllose Betroffene, darunter auch Flüchtlinge, aufgefangen, medizinisch versorgt und gespeist werden.

Inzwischen sind aber auch die Warenhausketten in Belgien wieder auf dem Plan. Die flämische Tageszeitung Het Laatste Nieuws meldet, dass diese in den kommenden Tagen zusammen 233 Tonnen Lebensmittel zur Verfügung stellen, aus denen gut und gerne 460.000 Mahlzeiten zubereitet werden können, wie der Einzelhandelsverband Comeos ankündigte.