Belgische Banken verzichten vorläufig auf ihre Tariferhöhungen

Einige in Belgien aktive Banken haben geplante Tariferhöhungen aufgrund der Coronakrise verschoben. Das ist unter anderem der Fall bei BNP Paribas und bei Belfius. Die meisten entsprechenden Vorgänge waren für den 1. April oder den 1. Mai geplant, sollen jetzt aber erst ab dem 1. Juli gelten.

BNP Paribas plant einige teils kräftige Tariferhöhungen für Privatleute z.B. bei manuellen Verrichtungen in den Filialen. So sollen die Gebühren für Geldabhebungen und Überweisungen auf Papier in den Filialen auf 2 € angehoben werden, das Bestellen und Ausstellen von Schecke vor Ort auf 4 € und von Bankangestellten ausgefertigte Überweisungen auf 6 €.

Die hier für den 1. April geplanten Tariferhöhungen erfolgen erst ab dem 1. Juli, wie es bei der Bank heißt: „Wegen den aktuellen Geschehnissen haben wir beschlossen, diese Tariferhöhungen zu verschieben. Dies scheint uns nicht der geeignete Zeitpunkt.“

Auch bei der im Zuge der Banken- und Finanzkrise 2008-2009 verstaatlichten Belfius Bank werden geplante Tariferhöhungen vom 1. April auf den 1. Juli verschoben. Hier steigen die Kosten für manuelle Überweisungen von 1,5 auf 2 € und die Portokosten für per Post zugestellte Kontoauszüge von 1,7 auf 2 €.

Andere Banken hatten entweder keine Tariferhöhungen geplant oder bleiben bei ihren vorgesehenen Zeitplänen.