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Covid-19: Die Provinz Limburg ist am stärksten betroffen

Seit Beginn der Corona-Epidemie in Belgien ist die flämische Provinz Limburg am stärksten betroffen. In den dortigen Krankenhäusern müssen Ärzte und Pflegeprrsonale Überstunden machen. Besonders stark betroffen sind die Städte Sint-Truiden und Alken (Foto). In Sint-Truiden ist die Bürgermeisterin infiziert und deren Ehemann ebenfalls. Dieser liegt in einer Klinik auf der Intensivstation in kritischem Zustand.

Das Krankenhaus von Sint-Truiden ist am Rande des Machbaren angelangt und die Intensivstation ist maximal belegt, weshalb Corona-Patienten in andere Krankenhäuser verlegt werden mussten. In Alken sieht die Lage ähnlich aus, doch hier hat das örtliche Krankenhaus noch Kapazitäten frei. Eine dritte limburgische Stadt, die auffallend stark betroffen ist, ist die ehemalige Zechenstadt Genk.

Ein Grund für dieses Phänomen ist vielleicht die Tatsache, dass gerade in Limburg Busreisen in die Skigebiete in Österreich und Norditalien beliebt sind, so Marc Penxten (CD&V), der Bürgermeister von Alken. Vielleicht haben sich dort einige Leute infiziert und dies im Reisebus und später zu Hause weiter gegeben...

Allerdings fanden in Alken kurz vor dem belgischen „Lockdown light“ noch zwei Jugendfeten statt. Auch diese könnten dazu beigetragen haben, dass sich das Virus in der Kleinstadt rasch verbreiten konnte.  Die Karten unten zeigen die aktuelle Covid-19-Ansteckungsdichte auf kommunaler und auf provinzialer Ebene in Belgien.

Sciensano
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