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64 neue Todesfälle in Belgien, 789 Patienten auf Intensivstation

Der Nationale Sicherheitsrat in Belgien hat am gestrigen Freitagabend beschlossen, dass die Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuen Coronavirus bis Sonntag, den 19. April, verlängert werden. Inzwischen sind 1.850 Neuinfektionen aufgetreten. Die Gesamtzahl beträgt somit 9.134. Insgesamt sind bislang in Belgien 353 Menschen an dem Virus gestorben. 1.063 Personen haben das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen dürfen.

  • Inzwischen sind 3.717 Menschen im Krankenhaus mit dem Coronavirus infiziert. Das sind 575 mehr als gestern.
  • Von dieser Gruppe befinden sich 789 Personen auf der Intensivstation. Mit anderen Worten: In den letzten 24 Stunden wurden 99 Patienten aufgenommen. 579 Menschen werden künstlich beatmet, 81 mehr als gestern.
  • Heute sind 43 Prozent der Betten auf der Intensivstation belegt.
  • Insgesamt sind im ganzen Land 1.850 Neuinfektionen aufgetreten. Dies ist ein starker Anstieg, der jedoch teilweise auf die erhöhte Laborkapazität und die (verzögerte) Registrierung eines großen wallonischen Labors zurückzuführen ist.
  • Die Gesamtzahl der Infektionen beträgt somit 9.134. Diese Zahl wird in den kommenden Tagen weiter steigen.
  • In den vergangenen 24 Stunden wurden 64 neue Todesfälle gemeldet, etwas weniger als gestern. Insgesamt sind bereits 353 Koronapatienten gestorben. Der jüngste Verstorbene war 30 Jahre alt.

Warum ist es so wichtig, dass die bestehenden Maßnahmen noch mindestens bis zum 19. April anhalten?

"Nun, da wir uns immer noch in der steigenden Phase der Epidemie befinden, gibt es noch stets neue Fälle. Die Stärke der Epidemie hat jedoch abgenommen. Sie steigt nicht so schnell, aber sie steigt. Es besteht nach wie vor ein sehr hoher Druck auf unsere Krankenhäuser und Intensivstationen, all diese Patienten aufnehmen und behandeln zu können", sagt der Virologe Steven Van Gucht.

Wir müssen diese Maßnahmen danach fortsetzen, fährt Van Gucht fort. "Selbst wenn wir die Spitze erreicht haben. Denn wenn wir diese Maßnahmen lockern, kann es plötzlich wieder zu einem Aufflackern kommen und wir könnten damit das Gesundheitssystem immer noch überlasten."