BELGA

Belgische Zollbeamte bereiten sich auf mit Drogen vollbeladene Schiffe vor

Eine auffallende Begleiterscheinung der Coronakrise: Der Drogenverkehr ist in vollem Gange.  Das sagt der oberste Mann des Zolls in der Zeitung De Tijd. Seiner Meinung nach versuchen Kriminelle immer noch, auf den wenigen verbleibenden Flügen so viele Drogen wie möglich unterzubringen. Und auch im Hafen von Antwerpen erwartet er in den kommenden Wochen große Mengen an Drogen.

Wenn der Zoll das Gepäck der Passagiere am Brüsseler Flughafen von Zaventem kontrolliert, findet er dort in der Regel insgesamt 1 bis 2 kg Drogen vor, nun werden plötzlich viel größere Pakete abgefangen.

Der Generalverwalter für den Zollbereich, Kristian Vanderwaeren, betonte in der VRT: „Mehr als 350 Kilo Kokain und 150 Kilo Heroin. Wie kommt das? Die Maffia nutzt die letzten Flüge, die Passagiere und Gepäck transportieren, um massenweise Kokain und Heroin nach Belgien zu exportieren.“

In diesem Monat wurden in Belgien bereits mehr als 1.100 kg Kokain entdeckt, und im Ausland, auf dem Weg nach Belgien, noch einmal mehr als 1.300 kg. Und jetzt, da es immer weniger Flüge nach Europa gibt, erhalten die belgischen Zollbehörden Zeichen aus Südamerika, dass sich die Drogenmafia neu organisiere und die Schiffe in Richtung Belgiens Häfen mit Drogen vollgestopft seien.

„Die Schiffe sind ca. 4 - 6 Wochen unterwegs. Jetzt bereitet sich die Maffia also vor, um diese Drogen massenweise nach Belgien zu verschiffen“, so Kristian Vanderwaeren auch noch.

Der Zoll hat nun das Drogenteam mit Leuten aus anderen Teams verstärkt, um in den kommenden Wochen alle eingehenden Waren in den Häfen intensiv auf Drogen zu überprüfen.

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