Zeitumstellung: Die Zeiger werden eine Stunde weitergedreht

Belgien stellt in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf Sommerzeit um, was bedeutet, dass um zwei Uhr morgens die Zeiger um eine Stunde vorgestellt werden. Es wird dann drei Uhr sein. Wir verlieren zwar eine Stunde Schlaf, aber dafür ist es eine Stunde abends länger hell.

Es handelt sich um eine Richtlinie aus dem Jahr 2001, die die Umstellung von der Winterzeit auf die Sommerzeit und umgekehrt regelt. Alle europäischen Staaten ändern die Zeit am letzten Wochenende im März und am letzten Wochenende im Oktober.

Die Wiedereinführung der Sommerzeit geht eigentlich auf die 1970er Jahre zurück. Damals wollte man Energie sparen, obwohl die Wirksamkeit dieser Maßnahme umstritten ist.

Ende der Umstellung im Jahr 2021

Nach Durchführung einer öffentlichen Befragung empfahl die Europäische Kommission im September 2018 die Abschaffung der saisonalen Zeitumstellung im Jahr 2019.

Sowohl die EU-Mitgliedstaaten als auch das Parlament hielten dies jedoch für einen zu kurzen Zeitrahmen, so dass das Ende der Zeitumstellung in der Europäischen Union auf 2021 verschoben wurde. Die Maßnahme lässt jedem Land die Wahl zwischen Winter- und Sommerzeit.

Belgier wollen keine Zeitumstellung mehr

Eine vom Kanzleramt des Premiers in Auftrag gegebene Meinungsumfrage hat ergeben, dass die Mehrheit der belgischen Bevölkerung (83%) dafür ist, die saisonale Zeitumstellung zu stoppen.

Hinsichtlich der Zeitregelung, die Belgien auf Dauer einführen sollte, sprachen sich 50 % der Befragten für die Winterzeit und 45 % für die Sommerzeit aus.