Katholische Kirche: "Alle Kommunionen und Firmungen werden verschoben"

Die belgische Bischofskonferenz hat beschlossen, alle Kommunionen und Firmungen, die zwischen Ostern und Pfingsten vorgesehen waren, bis in den kommenden Herbst zu verlegen. Dabei ist die Rede von September oder Oktober. Jedem einzelnen Bistum in Belgien steht frei, eine eigene Regelung zu treffen.

Einige Bistümer hatten bereits beschlossen, Kommunionen und Firmungen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, u.a. die Bistümer von Antwerpen und Brügge. Doch an diesem Montag kam die belgische Bischofskonferenz zusammen, um gemeinsam zu beschließen, wie und vor allem wann diese für die Katholiken in unserem Land sehr wichtigen Feierlichkeiten begangen werden können, denn auch die katholische Kirche ist von dem Coronavirus betroffen.

So finden derzeit in den Kirchen des Landes keine Messen statt. Allerdings haben einige Pfarren inzwischen das Internet entdeckt und lassen ihre Messen online lesen (Foto), was durchaus gut bei den Gläubigen ankommt.

Jetzt haben die Bischöfe beschlossen, die Kommunionen und die Taufen auf den Beginn des kommenden Schuljahrs zu verschieben, sprich auf September oder Oktober. „Die Gründe liegen auf der Hand“, so hieß es dazu. „Selbst, wenn die Regierung eine Lockerung der heutigen Maßnahmen zulässt, wird sie keine Feierlichkeiten mit vollen Kirchen erlauben mit Menschen aus verschiedenen Familien und unterschiedlichen Generationen, ungeachtet dessen, was sie in den vergangenen Monaten mit Corona durchgemacht haben.“ 

Es hätte keinen Sinn gehabt, so die Bischofskonferenz, die Firmungen z.B. auf den Monat Juni zu verschieben: „Im letzten Monat des Schuljahrs werden die Kinder alles daransetzen müssen, ihr Jahr gut abzuschließen, insbesondere die Firmlinge aus dem sechsten Schuljahr der Grundschule, die sich für die Mittelschule qualifizieren müssen.“