Insgesamt bereits 705 Todesfälle durch das Coronavirus, darunter auch 12-jähriges Mädchen

Wie jeden Tag hat die Regierung neue Zahlen über die Covid-19-Patienten in Belgien veröffentlicht. Lesen Sie hier die neuesten Erkenntnisse.

  • Inzwischen liegen 4.920 Menschen im Krankenhaus, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Das sind 485 mehr als am gestrigen Montag.
  • Von dieser Gruppe befinden sich 1.021 Personen auf der Intensivstation. Mit anderen Worten: 94 Patienten wurden in den letzten 24 Stunden aufgenommen. 786 Patienten werden beatmet, 90 mehr als gestern. "Ungefähr die Hälfte der Intensivbetten sind jetzt belegt."
  • Insgesamt sind 867 Neuinfektionen im ganzen Land aufgetreten. Die Gesamtzahl der Infektionen liegt nun bei 12.775.
  • Insgesamt wurden 1.696 Patienten aus dem Krankenhaus entlassen und für geheilt erklärt: ein Anstieg um 168 in den letzten 24 Stunden.
  • In den letzten 24 Stunden wurden 98 neue Todesfälle gemeldet. Weitere 94 Todesfälle wurden rückwirkend gemeldet. Als Folge davon sind bereits 705 Coronapatienten gestorben. 93 Prozent von ihnen sind älter als 65 Jahre.

Mädchen von 12 verstorben: "sehr außergewöhnlich"

Doch am gestrigen Montag starb auch ein 12-jähriges Mädchen. "Die Gesundheit des Kindes hat sich nach drei Tagen Fieber plötzlich verschlechtert", sagt der Virologe Steven Van Gucht. "Dies betrifft uns als Eltern und als Mensch besonders. Wir möchten den Eltern, der Familie und den Freunden unser tiefes Mitgefühl aussprechen."

"Es erinnert uns daran, dass in jedem Alter Komplikationen auftreten können. Es ist wichtig zu sagen, dass dies sehr außergewöhnlich ist".

Van Gucht wiederholte anschließend, dass die Zahlen auch darauf hinweisen würden, "dass die Stärke der Epidemie abnimmt". "Wir hoffen auf eine Stabilisierung der Zahl der Neueinweisungen in den kommenden Tagen. Doch das bedeutet auch, dass sehr wohl noch neue Fälle hinzukommen und viele dieser Menschen auf der Intensivstation landen werden."

Wir glauben, wir schaffen das"

Wenn sie dort ankommen, bleiben sie eine Woche bis viele Wochen, warnt Van Gucht. "Dadurch kann die Zahl der Menschen auf der Intensivstation immer noch stark ansteigen, auch wenn wir den Höhepunkt erreicht haben. Es ist also möglich, dass wir unsere volle Kapazität benötigen, aber wir glauben, dass wir das schaffen. Falls erforderlich, kann diese Kapazität auch erhöht werden. Doch es werden sicherlich noch schwierige Wochen werden."

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STEPHANIE LECOCQ

Die ganze Stadt Gent trauert

Das Mädchen wohnte in Gent und ging dort auch zur Schule. "Als Mensch und Vater bin ich sehr tief betroffen", so Bürgermeister Mathias De Clercq (Open VLD) im VRT-Radio. "Gent und das ganze Land sind in unermesslicher Trauer vereint."

"Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten der Familie, den Verwandten und der gesamten Schulgemeinschaft", fährt er fort. "Als Stadt werden wir sie in dieser sehr schwierigen Zeit voll und ganz unterstützen".

"Unendliche Trauer um den Tod eines unserer Schüler", reagiert auch Elke Decruynaere (Groen), die Genter Bildungsstadträtin in den sozialen Medien.

"Meine Gedanken sind bei ihr, bei ihren Eltern, ihrer Familie, ihren Freunden und dem Schulteam. Das ist außergewöhnlich und vor allem unvorstellbar. Wir werden Euch auf die bestmögliche Art und Weise unterstützen."