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Das Thema Mundschutzmasken bleibt ein Dauerbrenner

Auch in Belgien bleibt das Thema Mundschutzmasken in der Diskussion. Neben anderer Schutzkleidung ist der Bedarf an solchen Masken in Belgien im Gesundheits- und Pflegebereich nicht überall derart gedeckt, wie es notwendig ist. Doch immer wieder treffen neue Lieferungen ein, wie an diesem Freitag auch wieder am Lütticher Cargo- und Regionalflughafen in Bierset (Fotos unten). Im belgischen Bundesparlament wies Premierministerin Sophie Wilmès (MR) noch einmal darauf hin, dass sich die Regierung in dieser Frage an die Vorgaben und Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) halte.

Am Freitagmorgen sind am Lütticher Cargoflughafen 7 Millionen Mundschutzmasken aus China angekommen. Diese Lieferung umfasst 2 Millionen „einfache“ chirurgische Masken und, was viel wichtiger ist, 5 Millionen FFP2-Masken, die gegen Infizierungen schützen, was gerade im Gesundheits- und Pflegebereich essentiell ist. Hinzu kommt noch eine Lieferung von 100.000 Gesichtsmasken.

Diese Lieferung wird Kiste pro Kiste ausgewertet, gezählt und verteilt. Dabei hat der Zoll die Aufgabe, diese Masken auf ihre Qualität hin zu prüfen, denn es ist auch in Belgien leider bereits vorgekommen, dass Lieferungen aus China für das Gesundheitswesen völlig unbrauchbare Mundschutzmasken enthielten. Am Lütticher Flughafen hieß es dazu, dass man sich sicher sei, dass diese Lieferungen in Ordnung seien, denn man kenne inzwischen die Hersteller und Lieferanten in China, denen man in dieser Frage vertrauen könne.

Die Frage der Mundschutzmasken im Parlament erörtert

Auch in Belgien wird über Sinn und Unsinn des Tragens von Mundschutzmasken in der Öffentlichkeit diskutiert - auch im belgischen Bundesparlament. In einigen Ländern ist Pflicht, solche Masken z.B. beim Einkaufen in Supermärkten zu tragen. Hinzu kommt, dass in dieser Frage auch die Ansichten von Fachleuten leicht auseinandergehen. Doch eine allgemeine Tragepflicht für Mundschutzmasken wird es wohl hier nicht geben. Premierministerin Wilmès und Bundesgesundheitsministerin Maggie De Block (Open VLD halten aber am ursprünglichen Umgang damit fest, was sowohl die WHO, als auch das Corona-Krisenzentrum der Regierung sagen.

Schutzmasken bleiben in erster Linie Patienten in Krankenhäusern, Ärzten und Pflegern in Krankenhäusern sowie dem Pflegepersonal in den Pflege- und Seniorenwohnheimen vorbehalten. Ausnahmen werden für die Beschäftigten in den Supermärkten und den Lebensmittelgeschäften gemacht, die ständig in Kontakt mit vielen Menschen sind. Aber, auch die Polizisten fordern Masken für ihre eigene Sicherheit bei der Kontrolle der Einhaltung der Coronamaßnahmen der Regierung.

Welche Masken dienen wozu?

Die Gesundheitsbehörden unterscheiden im Bereich Mundschutzmasken zwischen selbst hergestellten Masken, medizinischem Mund-Nasen-Schutzmasken und sogenannten filtrierenden Halbmasken: FFP2 und FFP3. FFP2- und FFP3-Masken dienen auch dem Eigenschutz. Alle anderen hier genannten Masken dienen in erster Linie zum Schutz von anderen vor möglichen infektiösen Tröpfchen.

Zum eigenen Schutz tragen sie nach Angaben von Experten eher weniger bei. Hier wird nach wie vor auf häufiges und gründliches Händewaschen hingewiesen und darauf, dass man sich mit ungewaschenen Händen nicht ins Gesicht fassen soll. Ansonsten gilt 1,5 bis 2 Meter Abstand halten („social distancing“) und nießen oder husten in die Armbeuge und möglichst nicht in der Nähe von anderen Personen. 

Flughafen Lüttich/Bierset: Cargo-Jumbo mit Mundmasken für Belgien gelandet

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