Ein Krankenhaus in Gent beobachtet Corona-Patienten, die zu Hause in Quarantäne sitzen, digital

Das Allgemein-Krankenhaus „AZ Maria Middelares“ in Gent folgt Corona- und anderen Patienten, die nur leicht erkrankt in den eigenen vier Wänden in Quarantäne sitzen, per Computer. Mit Fragenlisten, die die Betroffenen in regelmäßigen Abständen beantworten sollen, überprüfen die Ärzte den Zustand der Patienten, um notfalls rasch und adäquat eingreifen zu können.

Nicht selten machen sich Patienten, die sich mit Covid-19 angesteckt haben und die diese Krankheit zu Hause auskurieren, doch Sorgen über ihren Zustand. Beim „AZ Maria Middelares“ in Gent  hat man eine pragmatische Lösung gefunden und arbeitet mit einem digitalen System, um den Zustand solcher Patienten stetig überprüfen zu können. Bei den betroffenen Patienten handelt es sich um solche, deren Symptome nicht so stark sind, dass sie in einer Klinik behandelt werden müssen.

„In dieser Coronazeit sitzen viele Menschen zu Hause, die nur schwerlich in einem Krankenhaus unterkommen können“, so Dr. Diederik Van Sassenbroeck von der Notaufnahme des „AZ Maria Middelares“.

„Wir machen uns um diese Patienten Sorgen und haben darum eine Plattform entwickelt, über die wir mit Fragenlisten mit ihnen kommunizieren können. Sie werden alle täglich angesprochen. Wir analysieren deren Antworten und wenn von diesen Patienten alarmierende Zeichen kommen, nehmen wir direkten Kontakt mit einer Videokonferenz mit ihnen auf. So können wir zielgerichtete Fragen stellen, um einschätzen zu können, wie krank die jeweiligen Personen sind“, so der Notarzt weiter.

Wenn Patienten in diesen Tagen in die Notaufnahme kommen, könne man deren Gesundheitszustand nur in einer Momentaufnahme einschätzen und man wisse in den Tagen danach nicht wirklich, wie sich deren Gesundheitszustand weiter entwickele, so Van Sassenbroeck: „Über dieses digitale System können wir dem einfacher folgen. Wir arbeiten eigentlich schon länger mit diesem System, auch um chronisch kranke Menschen zu Hause weiter beobachten zu können. Jetzt haben wir die entsprechende App mit einem Update versehen, damit sie auch auf das Coronavirus anwendbar ist.“