Öffentlicher Nahverkehr in Covid-19-Zeiten und zu schnelles Fahren auf den Straßen und Autobahnen

Derzeit sind die Busse und Bahnen im öffentlichen Nahverkehr in Flandern und Brüssel nur spärlich besetzt, doch sie fahren weiter. Dies gehört zur Grundversorgung der Bevölkerung im Corona-Maßnahmenpaket der belgischen Bundesregierung. Inzwischen geht aber auch der Straßenverkehr deutlich zurück, was Raser zu schnellem Fahren ermutigt. Doch, so die Polizei, „wir blitzen auch jetzt!“

Bei der regionalen flämischen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn sind die Busse und die Straßenbahnen gerade einmal zu knapp 10 % besetzt und bei der belgischen Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB sind nur rund 5 % der zur Verfügung stehenden Sitzplätze besetzt. Dies bietet denen, die auf Busse und Bahnen angewiesen sind, zum einen ausreichend Abstand und zum anderen trotzdem einen vernünftigen ÖPNV, der jederzeit funktioniert.

Nur die regionale Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB/STIB hat mehr Fahrgäste in diesen Tagen, denn dort liegt der Besetzungsgrad bei etwa 15 %. Auf einigen Linien müssen auch schon Mal das Sicherheitspersonal oder die Fahrer einschreiten, damit ein Bus oder eine Tram nicht zu viele Fahrgäste zusteigen lässt, um ausreichend „social distancing“ zu gewährleisten, so eine Sprecherin der Verkehrsgesellschaft.

Durch den Aufruf und die Aufforderung, auf unwichtige Fahrten mit dem Auto zu verzichten, ist der Straßenverkehr in ganz Belgien um rund 70 % zurückgegangen, wie das belgische Institut für Verkehrssicherheit VIAS meldet. Von dieser Ruhe auf den Straßen und Autobahnen profitieren offenbar Autofahrer, die einmal gerne das Gaspedal durchtreten. Die Autofahrer, die sich durch die Augenblickliche Ruhe auf den Straßen genötigt sehen, zu rasen, warnt die Verkehrspolizei. Es werde weiter kontrolliert und geblitzt, so die Polizei… 

Nicolas Maeterlinck

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