AP2010

AB InBev lässt das mexikanische Corona-Bier jetzt in Belgien brauen

Das zum belgisch-brasilianischen Brauerei- und Getränkemulti AB InBev gehörende mexikanische Corona-Bier wird ab jetzt in Belgien gebraut. Das mexikanische Tochterunternehmen Grupo Modelo muss wegen der Corona-Krise an diesem Wochenende auf Anordnung der mexikanischen Regierung den Betrieb einstellen. Die Produktion wird deshalb nach Belgien verlagert und zwar an den Standort Jupille bei Lüttich.

Bierbrauen gilt in Mexiko im Zuge der Bekämpfung des Coronavirus als „nicht-essentielle Aktivität“ und deshalb stellt auch die dortige AB InBev-Tochter Grupo Modelo ihren Betrieb ein. Das bedeutet, dass das weltweit beliebte Corona-Bier dort vorerst nicht mehr gebraut wird bzw. werden darf.  

Corona (what’s in a name?) ist das meistverkaufte in Mexiko gebraute Bier und hat weltweit Erfolg, auch wenn der Absatz kurz nach Ausbruch der gleichnamigen Virus-Epidemie zunächst eingebrochen war.  

Das Management von AB InBev schaltete jetzt sehr rasch und entschied, die Produktion dieses internationalen Verkaufsschlagers nach Belgien zu verlagern. Ab der kommenden Woche wird Corona  in Jupille bei Lüttich gebraut werden und zwar nach der gleichen Rezeptur wie bisher in Mexiko, wo das Corona-Bier seit 900 Jahren auf Basis des gleichen Hefestamms gebraut wird.

Aber, AB InBev hatte schon länger geplant, sowieso Corona am eigenen Standort Lüttich, sprich in Jupille-sur-Meuse zu brauen. Die Corona-Viruskrise hat dieses Vorhaben dann durchaus beschleunigt.