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Covid-19 in Belgien: 140 weitere Sterbefälle und 503 zusätzliche Krankenhausaufnahmen

In den vergangenen 24 Stunden sind in Belgien 503 Patienten, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, in Krankenhäuser eingeliefert worden. Diese Zahl scheint sich stabilisiert zu haben. „Gute Nachrichten“, sagt der Virologe Steven Van Gucht vom belgischen Corona-Krisenzentrum, „doch die Zahl bleibt hoch und damit der Druck auf die Krankenhäuser auch.“ Auch Van Gucht empfiehlt angesichts des schönen Wetters zu Beginn der Osterferien: „Genießt das schöne Wetter aber haltet durch!“ 

In den vergangenen 24 Stunden sind in Belgien 140 neue Todesfälle, die auf Covid-19 zurückzuführen sind, registriert worden. Am Freitag lag dieser traurige Tageswert bei 132 Sterbefällen. Insgesamt erlagen belgienweit inzwischen 1.283 Coronapatienten den Folgen einer solchen Infizierung. Gleichzeitig wurden in den letzten 24 Stunden 1.661 neue Ansteckungen gemeldet.

Inzwischen werden in unserem Land 5.678 Personen, die mit Covid-19 infiziert sind, in Krankenhäusern behandelt. Das ist ein Abstieg um 503 Patienten. Die Zahl der neuen Infizierungen scheint sich seit einigen Tagen zu stabilisieren.

Von den Coronapatienten, die in ein Krankenhaus eingeliefert wurden, werden 1.245 auf einer Intensivstation behandelt - 40 mehr als am Freitag. Damit ist jetzt etwas mehr als die Hälfte der in Belgien zur Verfügung stehenden Intensivbetten belegt. Insgesamt werden derzeit 985 Covid-19-Patienten künstlich beatmet.

In den letzten 24 Stunden durften 375 Coronapatienten aber auch das Krankenhaus verlassen. Auch dieser Trend setzt sich seit einigen Tagen in diese Richtung weiter fort.

Mediziner und Virologen gehen davon aus, dass die Zahlen der Sterbefälle in Belgien noch einige Tage lang recht hoch bleiben. Das liege daran, so die Begründing, dass es sich bei den jetzt sterbenden Patienten um Menschen handelt, die sich vor zwei bis drei Wochen infiziert haben, als die Coronamaßnahmen erst langsam akut wurden. 

Genießt das schöne Wetter aber halten Euch an die Regeln. Wir müssen das gemeinsam durchstehen. Wir haben keine andere Wahl!"

Die Mitglieder des nationalen belgischen Corona-Krisenzentrums

Nach Ansicht des Mediziners Yves Stevens, ebenfalls Mitglied des Nationalen Krisenzentrums, ist Belgien mit den bisher ergriffenen Maßnahmen in Sachen Versammlungsverbot, der weitgehenden Verpflichtung, zu Hause zu bleiben und dem angeordneten Abstand von 1,5 Meter zwischen zwei Personen, auf dem richtigen Weg:

„Es ist klar, dass wir die Verbreitung des Virus abbremsen konnten. Der übergroße Teil der Bevölkerung übernimmt seine Verantwortung. Die Lage in den Krankenhäusern ist zwar schwer, aber noch beherrschbar. Das ist all denen zu verdanken, die sich an die Regeln halten.“

Auch Stevens rät den Menschen im Land dazu, vom schönen Wetter zu profitieren, „aber machen Sie das mit Respekt vor den Maßnahmen. Wir müssen das zusammen durchhalten. Wir haben nun mal keine andere Wahl…“ 

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