Coronavirus: Bei 4 von 10 Unternehmen in Belgien bricht ein Großteil des Umsatzes weg

In einer Umfrage bei den Arbeitgeberverbänden stellte die Belgische Nationalbank (BNB) fest, dass bei etwa 4 von 10 Unternehmen aufgrund des Coronavirus der Hauptteil der Umsätze weggefallen ist. Rund die Hälfte der betroffenen Firmen meldet überdies Liquiditätsprobleme und dass sie kaum noch die laufenden Kosten tragen können. Aber, nur weniger als 10 % der befragten Unternehmen halten einen Konkurs derzeit für wahrscheinlich, so die BNB.

Der am schwersten betroffene Wirtschaftssektor in Belgien ist die Gastronomie, die bis zu 93 % ihres Umsatzes verloren hat. Auch die Bereiche, die sich mit Freizeitaktivitäten befassen (z.B. die Kultur, die Unterhaltungsindustrie oder der Sport), verlieren 74 % ihrer Umsätze.

Im Handel gehen derzeit etwa 60 % der Umsätze verloren. Im Durchschnitt gehen die Umsätze in unserem Land um rund 54 % zurück. Mittelständische Betriebe sind in der Regel stärker betroffen, als Großunternehmen oder Konzerne.

Die meisten Betriebe und Einrichtungen in Belgien mussten aufgrund der Regierungsanordnungen bezüglich der Coronamaßnahmen ihre Aktivitäten einstellen.

Derzeit diskutieren der hiesige Einzelhandel und das belgische Wirtschaftsministerium darüber, den Sommerschlussverkauf auf den Monat August zu verschieben. Darum hatten einige Geschäftsleute gebeten und die Politik zeigt sich bisher offen dafür. Aber, die Handelsverbände liegen hier (noch) nicht auf gleicher Linie.