Premierministerin Wilmès: "Wir haben einen langen Prozess des Wiederaufbaus vor uns"

Belgiens Premierministerin Sophie Wilmès (MR - Foto) hat sich am Sonntag mit einer Videobotschaft an die Bevölkerung gewendet, um eine Art Zwischenbilanz der Entwicklung der Coronakrise in unserem Land zu machen. „Wir haben Zahlen, die Hoffnung machen“, so Wilmès, „doch wir müssen durchhalten, mehr denn je!“ Ob die derzeit geltenden Maßnahmen zur Eindämmung des Covid-19-Virus über den 19. April hinaus verlängert werden, sagte sie aber nicht.

Premierministerin Wilmès versprach in ihrer Videobotschaft, so viele Menschen im Pflegebereich wie möglich mit Schutzkleidung auszurüsten, damit mehr Tests durchgeführt werden können: „Das ist prioritär für die Leute, die dies zur Ausführung ihres Berufs am meisten nötig haben. Diese Priorität halten wir bei und dies stets in Zusammenhang mit der Realität auf dem Terrain. Das ist keine Wahl, sondern eine Notwendigkeit.“

Wir werden die sozialwirtschaftlichen Folgen der Coronakrise noch lange nach der Normalisierung der Situation fühlen.“

Premierministerin Sophie Wilmès

„Wir werden die sozialwirtschaftlichen Folgen der Coronakrise noch lange nach der Normalisierung der Situation fühlen,“ so Wilmès. Heute mit Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft zu beginnen bedeute, die Jobs von morgen zu sichern: „Wir werden sie nötig haben und es wird zusätzliche Maßnahmen zur Unterstützung des Gesundheitswesens geben.“

Die Rückkehr zur Normalität wird graduell verlaufen.“ 

Premierministerin Sophie Wilmès

Wilmès deutete an, dass wir uns langsam auf den Übergang zum normalen Leben vorbereiten sollten: „Diese Rückkehr zur Normalität wird graduell verlaufen. Wir haben einen langen Prozess des Wiederaufbaus vor uns.“ Es gab eine Zeit vor Corona und es wird eine Zeit nach Corona geben: „Ob es nun darum geht, wie wir miteinander umgehen oder darum, wie unsere Gesellschaft funktioniert. Wir müssen aus dieser Prüfung stärker kommen.“