Verbraucherschützer: Seit der Coronakrise wurden in manchen Supermärkten Preise angehoben

Seit Beginn der Corona-Krise sind die Preise in einigen Supermärkten für manche Produkte deutlich angestiegen, kritisiert die belgische Verbraucherschutzorganisation Test Aankoop/Test-Achats. Innerhalb des vergangenen Monats März seien Preisanstiege von bis zu 6,6 % registriert worden, so die Verbraucherschützer. Dies sei vor allem bei Discountern der Fall, obschon diese weiterhin im Durchschnitt die günstigsten Märkte blieben, so Test Ankoop.

In den Hypermärkten von Carrefour und beim Lieferdienstleister Collect & Go, der zum Discounter Colruyt gehört, stiegen die Preise aus einem bestimmten Warenkorb, den Test Ankoop zusammenstellte, um 5 % an. In den Warenhäusern von Colruyt selbst hätten sich die Preise dieser Waren sogar um 6,6 % verteuert. Bei Delhaize, Intermarché, Match und beim Discounter Aldi seien die Preise aber stabil geblieben, so Test Achats (vergleichbar mit der deutschen Stiftung Warentest).

Ein weiteres Problem, dem die Verbraucher in den Warenhäusern und Supermärkten in diesen Tagen nicht selten begegnen würden sei, dass bei bestimmten Produkten die jeweils billigste Marke nicht im Regal zu finden sei, wohl aber die etwas teureren entsprechenden Markenprodukte.

Discounter bleiben die billigsten Anbieter

Ein Grund für die Preisanstiege ist laut Test Ankoop auch das Rabatt- und Sonderangebots-Verbot gewesen, dass die belgische Bundesregierung den Supermärkten im Rahmen der Coronamaßnahmen eine Zeit lang auferlegt hatte. Damit sollten z.B. Hamsterkäufe vermieden werden. Inzwischen ist dieses Verbot allerdings aufgehoben worden.

Test Aankoop geht davon aus, dass sich die Preise in den Märkten langsam wieder normalisieren würden und weist darauf hin, dass Delhaize eine allgemeine 5 %-Rabattaktion auf alles ankündige. Das würde aber nichts daran ändern, so die belgischen Verbraucherschützer, dass Discounter wie Colruyt oder Lidl weiterhin die günstigsten Anbieter von Lebensmitteln und anderen Basisprodukten für den täglichen Verbrauch blieben.