Nicolas Maeterlinck

Neue Zahlen des Krisenzentrums: Etwas weniger Patienten auf der Intensivstation, aber etwas mehr Todesfälle

Das Nationale Krisenzentrum hat seine tägliche Aktualisierung der Zahlen vorgelegt. In den letzten 24 Stunden wurden in Belgien demnach 185 neue Todesfälle gemeldet. Das ist etwas mehr als am gestrigen Sonntag, als 164 weitere Todesfälle gemeldet worden waren. Insgesamt sind in Belgien inzwischen 1.632 Coronapatienten gestorben. 

Insgesamt sind jetzt 5.840 Menschen im Krankenhaus mit dem Coronavirus infiziert. In den vergangenen 24 Stunden wurden 420 Patienten ins Krankenhaus eingeliefert, 235 Patienten durften das Krankenhaus verlassen.

Von den ins Krankenhaus eingewiesenen Patienten befinden sich 1.257 auf der Intensivstation, das sind 4 weniger als gestern. Das bedeutet, dass etwas mehr als die Hälfte der verfügbaren Betten auf der Intensivstation inzwischen belegt sind.

Es werden in den Krankenhäusern 984 Patienten künstlich beatmet. Das sind 11 weniger als gestern.

Während der vergangenen 24 Stunden wurden 1.123 Neuinfektionen registriert. Damit steigt die Gesamtzahl der Infektionen auf 20.814.

Virologe Steven Van Gucht: „Es hat noch keinen wirklichen Rückgang gegeben“

Die Zahl der Menschen auf der Intensivstation und die künstlich beatmet werden, mögen leicht zurückgegangen sein, trotzdem bleibt das Krisenzentrum äußerst vorsichtig. Es könne sich hierbei um den so genannten „Wochenend-Effekt" handeln (wobei die Zahlen vom letzten Wochenende erst dienstags durchgegeben werden, Anm. d. Red.).

„Es ist noch zu früh, um von einem wirklichen Rückgang zu sprechen", erklärte der zuständige Virologe Steven Van Gucht (Foto unten). „Die Zahlen der letzten Woche zeigten bereits eine Stabilisierung,  aber es ist nur eine Frage des Abwartens und der Beobachtung, wie sich das in der kommenden Woche entwickeln wird.“

„Ich möchte darauf hinweisen, dass der Druck auf die Krankenhäuser nach wie vor sehr hoch ist. Deshalb ist es von größter Bedeutung, dass wir die Maßnahmen so lange fortsetzen, bis die Zahlen wirklich anfangen zu sinken und bis wir innerhalb weniger Wochen die nächste Phase erreichen. Bis dahin ist es sehr wichtig, durchzuhalten".