Arbeitsstrafe für einen Mann gefordert, der die Corona-Sicherheitsvorschriften nicht respektiert hat

Die Staatsanwaltschaft Brüssel beantragte an diesem Freitag vor dem Brüsseler Strafgericht eine Arbeitsstrafe gegen einen 23-jährigen Mann, der wiederholt gegen die Corona-Sicherheitsvorschriften verstoßen hat. Dies ist der erste Prozess in Belgien wegen Verstoßes gegen die von der Bundesregierung Mitte März beschlossenen Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung der Covid-19-Pandemie. Der Mann hatte schon mehrere Geldstrafen erhalten, bevor er bei der fünften Weigerung, die Vorsichtsregeln einzuhalten, von der Polizei verhaftet wurde. 

„Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung unternimmt große Anstrengungen und hält sich in geschlossenen Räumen auf. Mit einer Arbeitsstrafe könnte der Angeklagte mal etwas für die Gesellschaft tun", argumentierte die Staatsanwaltschaft und forderte eine Arbeitsstrafe. Der Angeklagte räumte ein, dass er sich nicht an die Eindämmungsregeln gehalten habe und dass er sich immer noch nicht an sie hält.

Er bestritt auch, dass er sich seiner Verhaftung widersetzt und die Umstehenden angestiftet habe die Polizei anzugreifen. Er hat jedoch einer Arbeitsstrafe zugestimmt.

Am 25., 26. und 29. März hatte die Polizei den Angeklagten vier Mal wegen Nichteinhaltung der Eindämmungsregeln zu einer Geldstrafe verdonnert. Am 29. März wurde er erneut gesehen, wie er sich mit einem Nicht-Familienangehörigen auf einem öffentlichen Platz in Sint-Jans-Molenbeek aufhielt, ohne den Mindestsicherheitsabstand von eineinhalb Metern einzuhalten.

Er wurde dann von einer Polizeistreife festgenommen. Daraufhin erhielt er eine direkte Vorladung von der Staatsanwaltschaft in Brüssel, um im beschleunigten Verfahren vor Gericht zu erscheinen. Das Urteil wird am 24. April verkündet.