„Finanz-Bazooka“ gegen Coronakrise: Finanzieller Puffer von 50 Milliarden für Unternehmen

Am Samstag wurde die Regierungsgarantie von 50 Milliarden Euro verabschiedet, die Kredite an Unternehmen ermöglicht, die aufgrund der Corona-Krise Gefahr laufen, Konkurs anmelden zu müssen. Das beschlossen die zehn Parteien, die der belgischen Bundesregierung unter Premier Wilmès Vollmachten erteilt haben.  Auch die Europäische Kommission hat dem Garantiesystem grünes Licht gegeben. Nächste Woche lässt die Regierung die "Finanz-Bazooka" von Finanzminister Alexander De Croo (Foto) endgültig in Kraft treten.

In den letzten Tagen hatten die Banken viele Anträge von Unternehmen erhalten, die ihre vorübergehenden finanziellen Probleme mit einem neuen Kredit überbrücken wollten, aber die Voraussetzungen, die sie erfüllen mussten, um sich für einen Kredit mit staatlicher Bürgschaft zu qualifizieren, waren noch nicht bekannt. „Gestern wurde bekannt, dass die Banken innerhalb einer Woche bereits 86.000 Kredite einen sechsmonatigen Zahlungsaufschub gewährt hatten", erklärte Minister De Croo.

Eine Staatsgarantie ist für die Banken wichtig. Sie riskieren Verluste, wenn Unternehmen nicht in der Lage sind, die Kredite zurückzuzahlen.

Die Kriterien wurden jetzt gebilligt, so dass die Banken normalerweise nächste Woche damit beginnen können, Unternehmen zu helfen, die vorübergehend finanzielle Schwierigkeiten haben. Das Garantiesystem deckt alle neuen Kredite und Kreditlinien mit einer maximalen Laufzeit von 12 Monaten ab, die die Banken bis zum 30. September 2020 lebensfähigen nichtfinanziellen Unternehmen, Selbständigen und gemeinnützigen Organisationen zur Verfügung stellen.

"Die Aktivierung dieses Garantiesystems ist ein weiterer wichtiger Schritt, um die Finanzierung unserer mittelständischen Unternehmen und anderer Betriebe in den kommenden Monaten zu sichern", sagte De Croo.

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