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Protest artet in Anderlecht in Gewalt aus, nachdem junger Mann bei Polizeiverfolgungsjagd stirbt

In der Brüsseler Gemeinde Anderlecht ist es seit Samstagnachmittag sehr unruhig, nachdem gestern Abend ein 19-jähriger Mann umkam, als er vor einer Coronakontrolle durch die Polizei floh.  Spontane Protestkundgebungen arteten in Ausschreitungen mit der Polizei aus. Die Polizei hat 43 Randalierer festgenommen.

Am Samstagnachmittag versammelten sich Dutzende von Jugendlichen in der Nähe der U-Bahn-Station Clemenceau und auf dem Raadsplein, beim Rathaus von Anderlecht. Sie protestierten gegen die Polizei und dies artete in Ausschreitungen aus, bei denen die Polizei mit Steinen beworfen wurde. Mindestens eine Person wurde verletzt.  Eine Polizistin bekam einen Schwächeanfall. Drei Polizeifahrzeuge wurden beschädigt und verschiedene Fensterscheiben gingen zu Bruch.

Während der Unruhen entwendeten auch einige Jugendliche eine Waffe aus einem Polizeifahrzeug, mit der laut Berichten in den sozialen Medien drei Mal gefeuert worden sein soll. Dabei wurde aber niemand verletzt. "Zu  einem  bestimmten Zeitpunkt wurde eines unserer Fahrzeuge umzingelt und geplündert.  Es wurde unter anderem eine Schusswaffe gestohlen", sagte Polizeichef Patrick Evenepoel. Es ist noch nicht klar, ob die Täter bereits identifiziert und ob die Waffe bereits sichergestellt wurde. (Siehe Videomittschnitt hierunter)

Da Menschenansammlungen derzeit wegen der Coronakrise verboten sind, trat die Polizei gegen die Demonstranten auf. Auch der Wasserwerfer kam zum Einsatz. Die Polizei hat insgesamt  43 Randalierer festgenommen und war  auch am  Abend in den Straßen von Anderlecht sehr präsent . 

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