Corona-Strafen für Partygäste und unnötige Autofahrt. Uni Gent suspendiert Professor und Assistenten

Die Polizei löste Samstagabend eine Gartenparty in einem Wohnhaus in Aalter (Ostflandern) auf.  Ein Dutzend Personen waren anwesend.  Der amtierende Bürgermeister Patrick Hoste stellte klar, jeder der Anwesenden müsse eine Geldstrafe zahlen. Die Universität Gent hat zwei Lehrkräfte (im Bild) nach einem bizarren Video-Stream mit 150 Studenten, Alkohol, lauter Musik und unangemessenen Äußerungen beurlaubt.

„Angesichts der Tragödien, die sich in den Krankenhäusern und Pflegeheimen abspielen, ist das ein völlig unverantwortliches Verhalten in diesen Coronazeiten.  Natürlich ist es schwierig, sich bei diesem schönen Wetter an die Ausgangssperre zu halten.  Ich kann das verstehen, aber es ist nun einmal unverantwortlich".

Noch in Ostflandern wurden fünf Jugendliche in einem alten Fabrikgebäude betrunken aufgefunden.  Gegen zwei Verdächtige wird ein Schnellverfahren eingeleitet, da sie nicht zum ersten Mal gegen die Vorschriften verstoßen haben, und sie werden in Oudenaarde vor Gericht erscheinen müssen.

Zwei Männer aus Verviers sollen in Dendermonde vor Gericht erscheinen, weil sie eine nicht zwingend notwendige Reise unternommen haben. Sie waren in Lokeren (Ostflandern) unterwegs, als sie in eine Polizeikontrolle gerieten.  Sie behaupteten, sie würden jemandem aushelfen, der nicht genug Niederländisch verstehe, um einen Kauf abzuschließen.

„Sieg Heil. Ist das die Gesellschaft, in der wir leben?“

An der Universität Gent wurden ein Professor und sein Assistent (im Bild) nach einem bizarren Live-Stream am vergangenen Freitag mit 150 Studenten, bei dem auch Alkohol im Spiel war, mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert. Der Videomittschnitt zeigt, dass die beide aufsässig wurden, als Polizeibeamte sie um 1:30 Uhr darauf hinwiesen, dass eine Klage wegen nächtlicher Lärmbelästigung vorlag.

Im Video ist zu sehen, wie der Assistent die Polizisten anschreit mit den Worten: „Sieg Heil. Ist das die Gesellschaft, in der wir leben?“ Auch der Professor ist zu hören: „Fuck die UGent. Wir haben nichts falsch gemacht.“

In einer kurzen Reaktion der Universität Gent ist folgendes zu lesen: "Wir wurden am Samstag informiert, dass der fragliche Live-Stream eingerichtet wurde. Am selben Tag verhängte der Rektor vorsorglich und in Erwartung einer gründlichen Untersuchung des Falles eine Ordnungsmaßnahme gegen beide beteiligten Personen. Die Ordnungsmaßnahme beinhaltet, dass beide ab sofort keine Lehr- und Ausbildungstätigkeiten für UGent mehr ausüben können".

Der Professor und der Assistent dürfen auch keinen Kontakt mehr zu UGent-Studenten haben. Die zuständige Staatsanwaltschaft von Ostflandern ermittelt in dem Fall.