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85 % der Unternehmen halten Corona-Vorschriften nicht ein

Bei Inspektionen am Arbeitsplatz hat sich herausgestellt, dass 85 Prozent der Unternehmen die Vorschriften zur Verhinderung der Ausbreitung von Corona nicht einhalten. Dies wird durch Zahlen belegt, die die Oppositionspartei Groen (Grüne) bei Premierministerin Sophie Wilmès (MR) angefordert hat.

Arbeitsschutzinspektoren haben in den letzten zwei Wochen 328 Unternehmen besucht und in 280 von ihnen Verstöße gegen die Coronavorschriften festgestellt. Dazu gehören z.B. Mitarbeiter, die beim Arbeiten den physischen Abstand zueinander nicht einhalten können. Die meisten Unternehmen erhielten eine Verwarnung, aber das Inspektorat verhängte auch Sanktionen.

"Zweiundfünfzig Arbeitgebern wurde eine Frist gesetzt, um sich entsprechend anzupassen", so die Parlamentarierin Evita Willaert (Groen). "Es wurde ein offizieller Bericht erstellt und 20 Unternehmen sind auf Anordnung geschlossen worden.“

Gesundheit hat Priorität

704 Kontrollen, zwei Drittel der Gesamtzahl, wurden mit Hilfe eines Fragebogens, der aus der Ferne ausgefüllt wurde, durchgeführt. Bei 328 Arbeitgebern wurden Kontrollen vor Ort durchgeführt. Groen plädiert für mehr Personal und Ressourcen, damit noch mehr Kontrollen am Arbeitsplatz durchgeführt werden können. "Es erscheint uns sehr wichtig, dass zusätzlich zu dieser Checkliste, die gut ist, mehr Inspektoren die Möglichkeit erhalten, vor Ort zu überprüfen, ob die Maßnahmen eingehalten werden", betont Willaert.

Den Grünen zufolge würden die Täter den Arbeitgebern, die sich an die Regeln hielten, schaden, weil sie einen schnellen und sicheren Neustart der Unternehmen erschwerten. "Unserer Meinung nach können die Menschen nur dann wieder an die Arbeit gehen, wenn dies unter sicheren Bedingungen möglich ist, und dann sehen wir an diesen Zahlen, dass noch viel Arbeit zu tun ist und dass man sehr vorsichtig sein muss, damit die Menschen wieder an ihren Arbeitsplatz gelassen werden können", so Willaert. "Das ist sehr wichtig für unsere Wirtschaft, aber unsere Gesundheit bleibt eine Priorität, und das kann nur wirklich geschehen, wenn die Menschen sicher arbeiten können.“