Schon mehr als 27.000 Verstöße gegen die Coronamaßnahmen

Mehr als 27.000 Verstöße gegen die Coronamaßnahmen wurden bereits festgestellt. Vor allem junge Menschen halten sich nicht ausreichend an die strengen Maßnahmen.

Die Polizei hat seit dem 18. März, dem Beginn der verschärften Maßnahmen, bereits mehr als 27.000 Verstöße gegen die Coronamaßnahmen festgestellt. Diese Zahl wird sich noch erhöhen, da es eine Verzögerung bei den Zahlen gibt, was unter anderem bedeutet, dass das letzte Osterwochenende noch nicht vollständig eingerechnet worden ist.

Die meisten Verstöße wurden in Sachen Versammlungsverbot und Ausgangssperre registriert. Dabei sorgten die Wochenenden jeweils für ein Ansteigen der Zahlen. Vor allem junge Leute zwischen 18 und 24 Jahren halten sich nicht an die Regeln.

Nach Angaben der Polizei gab es in den letzten Tagen Probleme in Parks und bei den Menschen zu Hause. Trotz der strengen Maßnahmen organisierten die Menschen ein Osterfest, ein Barbecue im Garten oder ein Picknick im Park.

In Westflandern hagelte es Bußgelder am Osterwochenende

Am Osterwochenende wurden erneut strenge Kontrollen auf nicht wesentliche Bewegungen und Verstöße gegen das Versammlungsverbot durchgeführt. Allein in Westflandern wurden am vergangenen Wochenende etwa vierhundert Menschen erwischt. In Gistel wurde am Sonntag ein großes Barbecue gestoppt. Die dreißig Anwesenden erhielten alle eine Geldstrafe von 250 Euro.

"Wir stellen fest, dass mehr Partys, Barbecues und Treffen organisiert wurden als am vergangenen Wochenende", so der westflämische Gouverneur Carl Decaluwé. "Sogar an der Küste war es an einigen Stellen merklich belebter, höre ich von Ladenbesitzern. Auf den Zufahrtsstraßen zur Küste wurden weniger Autos angehalten, dafür wurden prozentual mehr Geldstrafen verhängt. So sagten zum Beispiel zwei Leute aus Ostflandern, sie wollten bei dem schönen Wetter einen Tag ans Meer fahren. Einige von ihnen haben es immer noch nicht genau verstanden".

Der Gouverneur erklärt auch, dass immer mehr Bürger besorgt seien und strengere Kontrollen forderten. "Ich fordere alle auf, ihren Verstand einzusetzen. Sonst laufen wir Gefahr, dass eine kleine Gruppe alles für die große Mehrheit, die sich an die Regeln hält, ruinieren wird".

Weniger nicht wesentliche Reisen

Doch nun noch eine gute Nachricht: An diesem Osterwochenende fanden weniger nicht wesentliche Reisen als an den Wochenenden zuvor statt.