AFP or licensors

Deutsches Labor wird einen Impfstoff gegen Covid-19 auch in Belgien testen

Das biopharmazeutische Labor CureVac wird ab Juni oder spätestens Juli auch in Belgien klinische Tests für einen Imfstoff gegen das Coronavirus durchführen. Dies teilte der Vorsitzende des Aufsichtsrats dieser Einrichtung, der Belgier Jean Stéphenne, mit. Die CureVac AG mit Sitz in Tübingen in Baden-Württemberg ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Erforschung und die Entwicklung von Arzneimitteln auf der Grundlage des Botenmoleküls „messenger RNA“ (mRNA) spezialisiert hat.

CureVac legt seinen Focus für die Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus Covid-19 auf das sogenannte Botenmolekül „messenger RNA“ (mRNA). In dem dieses Molekül in den Organismus der Probanden injiziert wird, soll das Immunsystem dazu stimuliert werden, selbst therapeutische Proteine zu entwickeln. Diese klinische Studie wird zunächst bei Menschen, die sich in bester gesundheitlicher Verfassung befinden und die nicht mit Covid-19 infiziert sind, durchgeführt.

Danach werden solche Moleküle aber auch Coronapatienten bzw. Trägern des Covid-19-Virus und später auch Senioren, die zur größten Risikogruppe gehören, injiziert. Ziel ist, bestimmte Arten von Antikörpern studieren zu können. Aber, die Forscher und Wissenschaftler wollen auch auf diesem Wege versuchen, die entsprechende Immunreaktion zu verstehen. An dieser Studie sollen 2.000 bis 3.000 Menschen teilnehmen, darunter auch Belgier, wie es dazu heißt.

Sollte der erste getestete Impfstoff nicht helfen bzw. nicht wirksam sein, hat CureVac nach eigenen Angaben noch zwei bis drei weitere mögliche Impfstoffversionen in der Hinterhand. Der Belgier Jean Stéphenne ist erst seit kurzem CEO bei CureVac, nach dem dessen Vorgänger, der Amerikaner Daniel Menichella, freigestellt wurde. Dieser hatte offenbar nicht genehmigte Gespräche mit dem Weißen Haus in Washington bezüglich einer exklusiven Forschung seines Instituts für die USA geführt, was u.a. auch bei der deutschen Bundesregierung für Unstimmigkeiten gesorgt hatte.