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Antwerpener Hafen steigert den Umschlag im ersten Quartal -  Coronakrise ist auch hier spürbar

Der Hafen von Antwerpen konnte sein Frachtaufkommen in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres 2020 um 4 % steigern. Während im ersten Quartal noch alles nach Plan lief, gehen die Antwerpener Hafenbehörden für das zweite Quartal davon aus, dass sich die Folgen der Corona-Pandemie bemerkbar machen werden. 

Der Hafen von Antwerpen hat die Corona-Krise im ersten Quartal dieses Jahres noch nicht zu spüren bekommen. In den ersten drei Monaten wurden dort 59,1 Millionen Tonnen Waren und Güter umgeschlagen. Das entspricht einem Anstieg um 4 % gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum.

Der Zuwachs im Containerverkehr glich dabei den Rückgang in anderen Frachtbereichen aus, wie z.B. bei konventionellen Massengüter (Bulkware) und hier insbesondere bei Eisen und Stahl sowie im Transport von Fahrzeugen (Neuwagen oder neue LKW) ausgleichen. Hier zeigen sich die anhaltenden Probleme in der Automobilindustrie im Allgemeinen. Auch der der Gesamtumschlag im Ro-Ro-Verkehr (LKW auf Fähren - Foto unten) sank im Zeitraum von Januar bis März 2020 deutlich, wovon in erster Linie der Großbritannien-Verkehr betroffen ist.

In Antwerpen konnte der Containerumschlag um weitere 9,5 % auf 3 Millionen TEU (Standard Container) gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert werden, was etwa 36 Millionen Tonnen entspricht. Damit bleibt der Containerumschlag der wichtigste Frachtbereich in diesem Hafen. In den ersten drei Monaten des Jahres verzeichnete Antwerpen auch starke Anstiege bei Transporten von Pharmaprodukten und im Bereich Onlinehandel (E-Commerce). Der Umschlag bei Lebensmitteln nahm ebenfalls weiter zu.

Die Folgen der Corona-Pandemie zeigen sich im zweiten Quartal

Die Auswirkungen der Corona-Krise werden nach Einschätzung der Antwerpener Hafenbehörden im zweiten Quartal deutlicher werden. Das wird sich anhand ausfallenden Schiffsverbindungen, der Stilllegungen in der Produktion wichtiger Industriesektoren u.a. in Westeuropa und in Asien (z.B. Automobilindustrie - siehe oben) und auch an einem durch die Krise veränderten Kosumverhalten zeigen.

Jacques Vandermeiren, CEO des Antwerpener Hafens, sagte dazu: „Dank seiner globalen Anbindung und der Vielfalt der hier umgeschlagenen Waren und Güter ist unser Hafen weniger abhängig von einzelnen Märkten. Zudem verfügt der Hafen über enorme Lagerkapazitäten, die einen Puffer für die Wirtschaft und die Logistik bilden und eine rasche Erholung von Industrie und Handel in Belgien und Teilen Europas ermöglichen.“ Antwerpens Hafenschöffin Annick De Ridder (N-VA) ergänzte, dass trotz der weitreichenden Folgen der Corona-Pandemie der Hafen zu 100 % betriebsbereit bleibt.