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Deutlich weniger Verkehr im März in Brüssel registriert

Im vergangenen Monat März wurde in der belgischen Hauptstadt Brüssel deutlich weniger Verkehr gemessen. Je nach Ort und Zeitpunkt lagen die Messungen 55 bis 75 % unter denen in „normalen“ Zeiten. Doch jetzt sorgt die Coronakrise mit ihren Ausgangsbeschränkungen für Ruhe auf den Straßen Brüssels.

Die regionale Brüsseler Mobilitätsbehörde hat den Straßenverkehr in der Hauptstadt im vergangenen Monat mit dem zu normalen Zeiten verglichen, wie die regionale Verkehrsministerin Elke Van den Brandt von den flämischen Grünen (Groen) im Mobilitätsauschuss des Regionalparlaments bekannt gab.

Die Mobilitätsbehörde habe die Verkehrsdichte an einigen Messpunkten an vielbefahrenen Straßentunneln gemessen, so die Ministerin: „Die Schlussfolgerung ist, dass es 55 bis 75 % weniger Verkehr gibt, abhängig von der Stelle, an der gemessen wurde. In den Osterferien allerdings stieg der Verkehr wieder leicht um 3,6 %. 

Weniger Verkehr bedeutet aber auch in Brüssel nicht unbedingt, dass es auf den Straßen jetzt sicherer ist. Angaben aus sechs Brüsseler Polizeizonen belegen, dass es vermehrt zu hohen Geschwindigkeitsübertretungen kommt. Zudem stellten die Polizisten fest, dass wieder mehr Autofahrer ihre Mobiltelefone am Steuer nutzen. Aber, auch hier werde weiter kontrolliert und geblitzt, so die Brüsseler Polizei dazu.

Auffallend ist aber auch, dass die Nutzung der Brüsseler Stadt- und Mieträder Villo! weniger ausgeliehen werden, wie die regionale Brüsseler Verkehrsministerin bemerkte: „Vergangenes Jahr fanden damit im März täglich durchschnittlich 38.000 Bewegungen statt und heute sind das nur ungefähr 10.000 Fahrten.“ Das belegt, dass die Villo!-Fahrräder mehrheitlich von Arbeitnehmern und/oder Pendlern in der Hauptstadt genutzt werden, die durch die Coronakrise entweder im Homeoffice arbeiten oder in Kurzarbeit sind.