56 Millionen Zigaretten und tonnenweise Tabak für Wasserpfeifen im Antwerpener Hafen beschlagnahmt

Der belgische Zoll hat im Hafen von Antwerpen eine Ladung mit 56 Millionen Zigaretten und 17 Tonnen Wasserpfeifentabak beschlagnahmt. Diese Menge entspricht etwa der Hälfte der Gesamtmenge in diesem Bereich, die hier im vergangenen Jahr beschlagnahmt werden konnte. Die Ladung kam aus mehreren asiatischen Ländern und war in mehreren Containern versteckt.

Die Ladung kam aus Sri Lanka und Taiwan und war in Containern versteckt, die als Ladung „Ziegel“ haben sollten, wie die Zolldokumente angaben. Doch bei einer gründlichen Untersuchung der Container durch die Zollbehörden kam heraus, dass nur die ersten Reihen der Paletten Ziegel umfassten. Hinter dieser „Deckladung“ entdeckten die Zöllner in allen fünf untersuchten Containern Unmengen von Zigaretten und Tabak für Wasserpfeifen.

Nach Angaben von Francis Adyns vom Bundesfinanzministerium, das Aufsichtsministerium der hiesigen Zollbehörden, handelt es sich bei der beschlagnahmten Ware und sogenannte „cheap whites“: „Das sind Zigarettenmarken, die auf dem belgischen Markt nicht verkauft werden dürfen, weil sie hier nicht registriert sind. Es handelt sich dabei um D&J, Cavallo und Milano, Marken, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten hergestellt werden. Es ist noch nicht deutlich, ob es sich hierbei um Originalprodukte handelt oder um nachgemachte „cheap whites“. Es ist allerdings auffallend, dass Marken aus den VAE über Sri Lanka und Taiwan kommend in Hafen von Antwerpen auftauchen.“

Diese illegale Fracht an Zigaretten und Wasserpfeifentabak hätte auf legalem Wege in Belgien für 22 Mio. € an Steuern, Importgebühren, Verbrauchersteuern (hier Akzisen genannt) und Mehrwertsteuer eingebracht. „Die Wirtschaft mag in diesen Coronazeiten vielleicht hier etwas stillfallen, doch die Schmuggler drehen auf vollen Touren“, so der Finanzamtssprecher zu diesem Riesenfund in Antwerpen.