Beatmungsgeräte für Covid-19-Patienten: Entwickelt von einer Brüsseler Uni und bei Audi hergestellt

Bald werden Coronapatienten in Brüsseler Krankenhäusern mit Beatmungsapparaten intubiert, die bei der Freien Universität Brüssel (VUB), die flämische Uni in der belgischen Hauptstadt, entwickelt wurden. Auffallend ist hier, dass die Universität dabei Unterstützung bei der hiesigen Automobilindustrie fand. Bei Audi in Brüssel wurden diese Geräte an einem dazu freigemachten Band hergestellt. 50 dieser Apparate werden in diesen Tagen getestet.

Die Beatmungsgeräte wurden in den vergangenen Wochen von Vertretern der VUB im digitalen Kreativlabor FabLab der Brüsseler Universitätsklinik UZ Brüssel entwickelt und wurden dabei zielgerichtet auf die Behandlung und die Bedürfnisse von Covid-19-Patienten zugeschnitten.

Interessant dabei ist, dass den Ingenieuren der VUB dabei Konstruktionsmitarbeiter der in Belgien produzierenden LKW-Hersteller DAF und Volvo Trucks zur Seite standen. Wichtigstes technisches Element waren dabei Scheibenwischermotoren für Lastwagen.

Doch damit nicht genug. Die Produktion der ersten 50 Exemplare dieses Beatmungsgeräts wurden auf einer Produktionslinie im Brüsseler Audi-Werk im Stadtteil Vorst montiert. Peter Verschooris, Leiter der Montageabteilung bei Audi Brussels, sagte dazu, dass man hier sofort von der Idee begeistert war:

„Als man uns von Seiten der VUB Ende März angesprochen hatte, waren wir sofort bereit dazu, dieses Projekt zu unterstützen. Zwei Tage später war eine Pilotlinie in unserem Werk operationell und wir konnten der Universität am vergangenen Freitag 50 Prototypen liefern.“