Coronavirus: Fast 100.000 EU-Bürger warten immer noch auf Repatriierung.

Nahezu 100.000 EU-Bürger sitzen aufgrund der durch die Corona-Pandemie verursachten Reisebeschränkungen immer noch in Drittländern fest.  Die Europäische Kommission hat an diesem Freitag eine Bilanz der Situation gezogen. Seit dem Ausbruch der Pandemie wurden mehr als eine halbe Million gestrandeter EU-Bürger in ihre Heimat zurückgebracht.

Zu Beginn der Pandemie und der weltweiten Einführung von Reisebeschränkungen berichteten rund 600.000 EU-Bürger, dass sie in Asien, Amerika oder anderen Kontinenten gestrandet seien und nach Hause zurückkehren wollten. Die Mitgliedstaaten und die europäischen Institutionen beschlossen, eine enge konsularische Zusammenarbeit aufzubauen, um so viele Menschen wie möglich zurückzubringen.

„Dank intensiver Bemühungen der EU bei der konsularischen Zusammenarbeit, europäischer Koordinierung und der von der EU finanzierten Rückführungsflüge konnten bis heute mehr als 500.000 von ihnen zurückgeholt werden“, heißt es bei der Europäischen Kommission. Die meisten Flüge wurden von den Mitgliedstaaten durchgeführt. Daneben hat das Notfall-Koordinationszentrum der Kommission fast 200 Flüge kofinanziert und mitorganisiert, die rund 45.000 EU-Bürger in ihre Heimat zurückgebracht haben.

Bei den Repatriierungsflügen im Rahmen des Gemeinschaftsverfahrens für den Katastrophenschutz wurden laut Tabelle der EU-Kommission 2.216 Belgier repatriiert.

Auch rund 5.000 Bürger aus Nicht-EU-Mitgliedstaaten, z.B. Norwegen, wurden mit den EU-Flügen nach Hause gebracht.

Gegenwärtig säßen noch etwa 98.900 EU-Bürger in „Drittstaaten“ fest, und es liefen Bemühungen, sie in den kommenden Tagen zurückzubringen, so die Kommission auch noch.