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Ostende: Nur noch mit Strandpass an die Küste?

Ostende, der größte Badeort an der belgischen Küste, erwägt, diesen Sommer einen Strandpass einzuführen. Nur mit einer solchen Genehmigung wäre es den Menschen erlaubt, den Strand zu betreten. Das schreibt die Zeitung Het Nieuwsblad an diesem Freitag.

Bevorzugt würden Bürger aus Ostende, Bewohner mit einem Zweitwohnsitz dort und Hotelgäste. Tagesausflügler könnten dann abgewiesen werden, wenn zu viele Tageskarten verteilt worden sind.

Man wolle eine App entwickeln, mit der man einen Strandpass beantragen kann. Damit könne man dann seinen Platz am Strand reservieren. "Voll ist voll. Ohne Pass kommt man dann nicht mehr dort hin", wird der Bürgermeister Bart Tommelein (Open VLD) in der Zeitung zitiert.

Tagestouristen seien sicherlich wauch weiterhin willkommen, aber der Zustrom müsse unter Kontrolle gehalten werden, so der Bürgermeister.

Einteilung in Strandabschnitte

In der heutigen Zeit ist es unmöglich, so viele Menschen an den Strand gehen zu lassen, wie das in den letzten Jahren der Fall war. Der Strand in Ostende wird, wenn er offen sein darf, in abgegrenzte Strandabschnitte eingeteilt. "Damit können Sie die Anzahl der Personen in einer bestimmten Zone kontrollieren."

Noch ist unklar, ob andere Küstengemeinden folgen werden.

In diesem Sommer werden viele Touristen an der Küste erwartet, viele Menschen, die sonst ins Ausland reisen würden, nun aber in ihrem eigenen Land Urlaub machen wollen.

Der Virologe Steven Van Gucht bestätigte in der VRT, dass der Küstentourismus in diesem Sommer nicht so sein wird, wie wir es gewohnt waren. "Wochenenden, an denen alle an die Küste kommen, davon müssen wir uns losreißen, jedenfalls in diesem Sommer. Wir müssen also darüber nachdenken, wie wir das besser organisieren können, so dass die Leute Urlaub machen oder ihre Freizeit genießen können, ohne dass alle am gleichen Ort zur gleichen Zeit zusammentreffen", so Van Gucht. "Wir werden kreativ sein müssen!"