5G-Mast in Brand – wegen Verschwörungstheorie?

In der limburgischen Gemeinde Pelt, an der Grenze zu den Niederlanden, wurde am gestrigen Samstagabend ein 5G-Sendemast in Brand gesteckt. Einige Leute glauben, dass die Strahlung eines 5G-Mastes teilweise für die Verbreitung des Coronavirus verantwortlich sei, obwohl das nicht stimmt.

Aus diesem Grund wurden in den Niederlanden und im Vereinigten Königreich auch schon Masten in Brand gesteckt. Es war nun das erste Mal, dass dies in Belgien passierte. Der Staatsanwalt ermittelt in diesem Fall.

Die Antenne befindet sich auf einem Fußballplatz.

Bundespolizei und Brandexperten sind an diesem Sonntag vor Ort, um eine gründliche Untersuchung durchzuführen. Die örtliche Polizei hat ihren Befund gemacht, und die limburgische Staatsanwaltschaft eine Untersuchung eingeleitet.

Eine böswillige Handlung kann nicht ausgeschlossen werden. Ein Kabel scheint durchtrennt und ein Brandbeschleuniger verwendet worden zu sein.

5G-Mast, schlecht für die Gesundheit?

Einigen Aktivisten zufolge sei die Strahlung der Antennen schlecht für die Gesundheit und die Umwelt. Verschwörungstheoretiker vermuten sogar einen Zusammenhang zwischen 5G und der Verbreitung des Coronavirus. Das ist jedoch nicht bewiesen. Es gibt keine Verbindung zwischen 5G und dem Coronavirus. Dies betont auch noch einmal der Informatik-Professor Steven Latré von der Universität Antwerpen: „In den vergangenen Jahren sind viele Untersuchungen zu den Auswirkungen von elektromagnetischen Strahlen auf den menschlichen Körper und auf das Ökosystem gemacht worden. Und es konnte zu keinem Zeitpunkt festgestellt werden, dass das echte Auswirkungen auf die Gesundheit hat“, sagte Latré im VRT-Radio. „Sämtliche Theorien, die derzeit rundgehen und die besagen, dass 4G oder 5G einen Einfluss auf Corona hätten, sind falsch. Hierfür gibt es keinerlei Belege!“