Extrem hohe Brandgefahr in Teilen der Provinzen Antwerpen und Limburg

In den Naturgebieten in den Provinzen Antwerpen und Limburg gilt ab sofort die Brandphase „Rot“, denn durch die anhaltende Trockenheit in Verbindung mit starkem und trockenem Ostwind ist die Trockenheit dort inzwischen sehr groß und es herrscht extreme Brandgefahr. Deshalb hat die flämische Landesagentur für Natur und Wald die Brandphase von bisher „Orange“ auf die höchste Stufe „Rot“ angehoben. Hinzu kommt noch, dass die Wasser- und Grundwasserpegel in Flandern wieder sinken. 

Laut der flämischen Landesagentur für Natur und Wald waren der starke Ostwind und die anhaltende Trockenheit vorhergesagt und deshalb gilt ab sofort vor allem in den Heidelandschaften und in den trockenen Nadelwäldern in beiden oben genannten Provinzen die höchste Stufe der Brandgefahr. Die kurzen Regenschauern vom vergangenen Samstag hätten leider überhaupt nicht geholfen, so die Agentur.

Das bedeutet, dass Wandern und Spazierengehen sowie Radfahren in diesen Naturschutzreservaten derzeit keine gute Idee ist und deshalb setzt die Behörde auf den gesunden Menschenverstand in der Bevölkerung. Zwar darf hier während der Corona-Ausgangsbeschränkung ohnehin nur die lokale Bevölkerung unterwegs sein, doch der Rat sollte eingehalten werden: „Wir können diese Gebiete aus praktischen Gründen nicht abschließen.“

Anhaltender Regen im Winter? Kaum noch Reserven vorhanden…

In den letzten Winterwochen hatte es auch in Flandern tagelang und anhaltend geregnet und es kamen die ersten neuen Grashalme in den Heidelandschaften hervor, doch durch die neuerliche Trockenheit halten sich diese derzeit zurück und die trockenen alten Pflanzenreste bleiben liegen, was auch für Brandgefahr sorgt.

Inzwischen sorgt diese Trockenheit und der ausbleibende Regen nicht nur in den Naturschutzgebieten für Probleme. Auch die Grundwasserspiegel in Flandern sind wieder besorgniserregend niedrig. Verschiedene Wasserläufe und stehende Gewässer, wie Flüsse, Bäche, Kanäle, Seen und Teiche, sind wieder auf Pegel zurückgegangen, die denen während den Trockenperioden in den Jahren 2018 und 2019 ähneln.

Flandern hat einen eher wasserarmen Boden

Schon jetzt wird an weiteren Auffangbecken und Auen gearbeitet, die für zusätzliche Reserven sorgen sollen und die flämischen Wasserbehörden denken schon wieder an ein Pumpverbot, das z.B. Landwirten untersagt, an besondere neuralgischen Wasserläufen oder stehenden Gewässern Wasser zu entnehmen. Gibt es dieses Jahr erneut einen heißen und regenarmen Sommer, dann hat Flandern mit seinem ohnehin allgemein wasserarmen Böden ein Problem.