Großes Interesse am Studienfach Epidemiologie an der Antwerpener Universität

An der Universität von Antwerpen (UAntwerpen) steigt in letzter Zeit offenbar das Interesse an Studiengängen zur Epidemiologie oder zur Virologie. Dies schreibt die Tageszeitung Gazet Van Antwerpen in ihrer Montagsausgabe. Die Zahl der Besuche der entsprechenden Rubrik der Webseite der Uni habe sich in kurzer Zeit mehr als verdoppelt. Das mag auch an der Tatsache liegen, dass einige sehr glaubwürdige Virologen in den letzten Wochen häufig in den Medien Auskunft geben, darunter der hier sehr angesehene Virologe Marc Van Ranst. 

„Wir können hier von einem ‚Marc Van Rast-Effekt‘ sprechen“, so Peter De Meyer von der Antwerpener Universität dazu gegenüber VRT NWS. Epidemiologen erforschen den Ausbruch von Viren. Dabei liegt der Fokus nicht unbedingt immer auf dem Coronavirus und seinen vielen Varianten, sondern auch z.B. beim „normalen“ Grippevirus.

Im belgischen Bundesland Flandern bietet nur die UAntwerpen ein Masterstudium in diesem Fach an. Derzeit liegt die Nachfrage nach einem solchen Studium nicht wirklich hoch, denn derzeit belegen nur 9 Studierende aus dem eigenen Bundesland einen solchen Studiengang in Niederländisch, aber, so Peter De Meyer, „der englischsprachige Studiengang ist mit 50 Studierenden populärer.“

Die Antwerpener Uni geht davon aus, dass dieser Studiengang im kommenden akademischen Jahr etwas höher liegen wird, zumal im Bereich des entsprechenden niederländischsprachigen Angebots: „Wir beobachten einen spektakulären Anstieg der Besucher auf unserer Webseite, spezifisch für die Ausbildung Epidemiologie. Die Zahlen haben sich im Vergleich mit dem gleichen Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. Es scheint so, als ob jeder der neue Marc Van Ranst werden will.“

Der Virologe Marc Van Ranst (Foto unten) genießt in Belgien durch seine überzeugenden Medienauftritte (er ist auch bei uns in den VRT-Nachrichten- und Magazinsendungen ein sehr geschätzter Gast) eine hohe Glaubwürdigkeit und ein hohes Ansehen. Er schafft es mit eindringlichen Worten und für jeden verständlich den Umgang mit dem Covid-19-Virus zu erklären. Und er warnt unaufhörlich vor einem nachlässigen Umgang mit den in unserem Land geltenden Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, bzw. vor einem verfrühten Ausstieg aus den Coronamaßnahmen.