Flip Franssen

Wirtschaftsministerium: Preise in den belgischen Supermärkten um 2 bis 3 % gestiegen

Nach Berechnungen des belgischen Wirtschaftsministeriums sind die Preise in den Supermärkten in den vergangenen Wochen und Monaten gestiegen. Hauptsächlich sei dies auf die strengen Regelungen um Rahmen der Coronamaßnahmen zurückzuführen, die Rabatte und Angebote auf ein Minimum reduzieren, damit nicht gehamstert wird. 

In einer ersten Phase wurden Rabatte in den Supermärkten untersagt, als deutlich wurde, dass große Teile der Bevölkerung am Anfang der Coronakrise WC-Papier, Mehl, Milch, Wasser und andere Waren hamsterten.

Später, genauer Anfang April, wurde dies teilweise zurückgenommen und den Warenhaus- und Discounterkette wurde ermöglicht, bisher geplante Rabatt- und Aktionen doch durchführen zu können. Doch im Allgemeinen bleiben solche Preisreduktionen untersagt, auch wenn es ein paar wenige erlaubte Preisnachlässe noch gibt. Das führt dazu, dass ein normaler Einkauf bei einem Discounter oder in einem Warenhaus etwas teurer ausfällt, als normal.

Alle belgischen Supermarktketten machen dabei mit

Das Bundeswirtschaftsministerium errechnete, dass dies bei allen in Belgien aktiven Ketten das gleiche ist. Bei Analysen und Preisberechnungen bei rund 3.000 Produkten des täglichen Bedarfs bei Colruyt, Aldi, Lidl, Carrefour, Delhaize oder Albert Heijn, um nur einige zu nennen, kam heraus, dass ein Einkauf seit Februar um durchschnittlich 2,6 % teurer geworden ist.

Unterschiedliche Auffassungen

Bei Colruyt, einem der günstigsten Discounter in Belgien, bittet man darum, Rabatte wieder zu ermöglichen. Bei Delhaize wiederum sieht man die Sache derzeit noch anders. Die flämische Tageszeitung De Morgen zitiert einen Delhaize-Verantwortlichen: „Mit Angeboten erhöht man den Druck auf den Kessel. Das ist in diesen Zeiten unverantwortlich.

Auch in Belgiens Nachbarländern sind leichte Preisanstiege seit Beginn der Coronakrise festzustellen, doch diese liegen deutlich unter dem, was in Belgien ermittelt wurde: Frankreich + 0,3 %, Niederlande + 0,4 %, Deutschland + 1 %, Belgien + 2,6 %.