Belga

Brüsseler Stadtzentrum: bald Tempolimit 20 km/h?

Die Gemeinde Brüssel will die Verkehrsgeschwindigkeit in den Straßen innerhalb des „Kleinen Rings“ auf 20 Kilometer pro Stunde beschränken. Außerdem sollen die Fußgänger in der Innenstadt Vorrang bekommen. Mit einer verkehrsberuhigten Zone will Brüssel ihren Einwohnern in der Coronakrise mehr Bewegungsfreiheit gewähren.

Den Plan, das Stadtzentrum in eine verkehrsberuhigte Zone zu verwandeln, erklärt der Brüsseler Stadtrat für Mobilität, Bart Dhondt von den flämischen Grünen (Groen), so: „Für Autofahrer und Radfahrer wird ein Tempolimit von 20 km/h gelten. Auch die Busse werden sich anpassen müssen. Fußgänger dürfen in einer solchen Zone beispielsweise jederzeit die Straße überqueren. Autofahrer müssen sich dessen bewusst sein und Rücksicht nehmen.“

Die Stadt bereitet sich auf die allmähliche Lockerung der Ausgangsbeschränkungen vor und will es seinen Bürgern und Besuchern einfacher machen, den nötigen Sicherheitsabstand einzuhalten. Weil räumliche Distanz noch eine ganze Weile die Regel sein wird, sollen Fußgänger auf die Straße ausweichen können.

Die Einführung der neuen Verkehrsordnung zwischen Marollen, Kunstberg De Brouckere und Annessens ist für Anfang Mai geplant.

Ter Kamerenbos

Seit dem 19. März ist der Autoverkehr im Waldgebiet im Süden von Brüssel verboten. Das soll auch so bleiben, wenigstens vorläufig, bemerkte Stadtrat Dhondt: „Wir stellen fest, dass die Besucher es gut finden, dass im Ter Kamerenbos zurzeit keine Autos fahren. Sie profitieren mehr von ihrem Park.