Vorschlag: Wie Flandern einige Schulen am 15. Mai öffnen würde

Flanderns Landesbildungsminister Ben Weyts (N-VA) arbeitet daran, die Schulen nach und nach wieder öffnen zu können. Gemeinsam mit dem Bildungssektor, den Schulträgern und den Unterrichtsgewerkschaften wird u.a. an möglichen Daten für eine schrittweise Öffnung der flämischen Schulen gearbeitet. Ein erster Stichtag könnte der 15. Mai sein, so Weyts gegenüber VRT NWS.

Konkret sollen die Schulen an einigen Tagen pro Woche Unterrichte anbieten können. Das könnte zum einen die Abiturklassen betreffen, doch auch andere Jahrgänge sollten nach und nach wieder in die Klassen zurückkehren können: In den Grundschulen z.B. die ersten beiden und das letzte Jahr.

Auch das dritte und letzte Jahr der Mittelschule könnte langsam wieder in die Schulen gehen. Diese Jahrgänge sind jeweils vorbereitende Schuljahre für die nächsten Stufen. Nicht zu vergessen sind hier auch die Abschlussjahrgänge in den Berufsschulen, die ja auch praktische Abschlussarbeiten vorlegen müssen.

Die Unterrichte sollen eventuell in geteilten Klassen stattfinden, damit die Abstandsregeln der Coronamaßnahmen berücksichtigt werden können. Hier ist die Rede von 4 Quadratmetern Platz pro Schulkind und nur Lerngruppen von 10 Kindern oder Jugendlichen gleichzeitig pro Klassenraum. Und, die Schulen sollen dies in lokaler Absprache mit anderen Instituten vornehmen, damit der öffentliche Nahverkehr mit seinen Schulbussen nicht überbelastet wird, so die Idee.

In Abstimmung mit dem Nationalen Sicherheitsrat und mit der „GEES-Arbeitsgruppe“

In Sachen höhere Schulen und andere Bildungsformen (Hochschulen, Universitäten, Erwachsenenbildung, Abendschulen oder Teilzeitunterricht) müssen noch Absprachen getroffen werden, so Bildungsminister Weyts. Wie mit den Kindergärten vorgegangen werden soll, muss noch erörtert werden, doch dies wird wohl eher auf lange Sicht deutlich werden.

Flandern will dies alles auch im Vorfeld mit dem Krisenzentrum in Sachen Covid-19 bzw. mit dem erweiterten Nationalen Sicherheitsrat der belgischen Bundesregierung absprechen, der sich am Freitag zusammensetzt. Auch auf den Rat der der sogenannten „GEES-Arbeitsgruppe“ zur Corona-Exit-Strategie, die aus Medizinern und Juristen sowie aus Vertretern der Wirtschaft und der sozialen Ebene besteht, soll gehört werden.

Zum Thema Schutzmasken und Handschuhe wird ebenfalls nach einer Lösung gesucht. Nach Angaben von Bildungsminister Weyts wird hier ebenfalls auf einen Rat der „GEES-Gruppe“ gewartet. Die Idee ist aber schon jetzt, Mundschutzmasken und Schutzhandschuhe dem gesamten jeweiligen Schulpersonal auf allen Ebenen „dringend zu empfehlen.“