Brussels Airlines: Die Maschinen bleiben doch länger am Boden

Die belgische Fluggesellschaft Brussels Airlines gibt bekannt, dass die ersten Flüge wohl nicht vor dem 1. Juni durchgeführt werden können. Noch vor wenigen Tagen hielt die Lufthansa-Tochter am Stichtag 15. Mai fest, um den Flugbettrieb wieder aufzunehmen. Brussels Airlines bereitet sich zudem auf eine „neue Realität im Reisesektor“ nach der Coronakrise vor.

Brussels Airlines lässt seine Flugzeugflotte dann doch länger am Boden, als ursprünglich geplant. Noch bis vor wenigen Tagen hieß es bei der belgischen Fluggesellschaft, dass man spätestens zum 15. Mai den Flugbetrieb wieder aufnehmen werde. Doch jetzt wurde dieses Datum nach hinten geschoben. Demnach starten die ersten Flüge nicht vor dem 1. Juni. Brussels Airlines gibt dazu an, dass die weltweit geltenden Reisebeschränkungen und auch eine fehlende Nachfrage an Flugreisen diesen Schritt erfordern.

Man wolle die Flugaktivitäten dann wieder aufnehmen, allerdings „mit einem eingeschränkten aber stabilen Angebot, das nach und nach im Rahmen der Entwicklung der Coronasituation angepasst werden könne, so BA-CEO Dieter Vranckx: „Wir planen einen Wiederaufbau unseres Netzwerks in Phasen. Der Reisesektor wird nach der Coronakrise anders aussehen, als bisher. Wir bereiten uns darauf vor, damit wir für eine neue Realität gerüstet sind.“ 

Wir planen einen Wiederaufbau unseres Netzwerks in Phasen. Der Reisesektor wird nach der Coronakrise anders aussehen, als bisher. Wir bereiten uns darauf vor, damit wir für eine neue Realität gerüstet sind.“

Brussels Airlines CEO Dieter Vranckx

Brussels Airlines hatte fast den gesamten Flugverkehr bereits Mitte März eingestellt und rund 4.200 Beschäftigte in Kurzarbeit geschickt. Diese Maßnahme wurde jetzt auch verlängert. Die Fluggesellschaft hält lediglich eine Art Flugbereitschaft vor, um gegebenenfalls im Auftrag der belgischen Bundesregierung Landleute aus dem Ausland zu repatriieren, und sie transportiert ab und zu wichtige medizinische Güter.

Noch immer warten zahlreiche Belgier im Ausland auf ihre Heimreise. Derzeit finden weltweit kaum noch Flüge statt, es sei denn, sie werden von den einzelnen Ländern eben zur Rückführung von Landleuten eingesetzt. Nur die Luftfracht hat noch Aufträge, z.B. Transportflüge zur Versorgung mit medizinischem Material. Hier sind die Standorte Lüttich/Bierset und Brussels Airport in Zaventem wichtige belgische bzw. europäische Hubs.