Covid-19: Leichter Anstieg der Krankenhausaufnahmen, weniger Patienten auf Intensivstationen

In den vergangenen 24 Stunden sind in Belgien 174 Personen mit einer Coronainfektion in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Das ist ein leichter Anstieg gegenüber den vergangenen Tagen. Gleichzeitig aber sank die Zahl der Patienten, die auf Intensivstationen behandelt werden müssen, recht deutlich, wie beim täglichen Pressebriefing des Corona-Krisenzentrums in Brüssel bekannt wurde. 

Seit Dienstag wurden belgienweit 174 zusätzliche Coronapatienten in ein Krankenhaus eingeliefert, einige mehr als an den beiden vorangegangenen Tagen. Gleichzeitig durften 340 Menschen das Krankenhaus wieder verlassen. Derzeit werden 4050 Coronapatienten in Krankenhäusern behandelt, 74 mehr als am Dienstagvormittag. 797 Patienten wurden intensiv behandelt, 79 weniger als 24 Stunden zuvor. 534 davon müssen allerdings künstlich beatmet werden, 32 weniger als am Tag zuvor.

In den vergangenen 24 Stunden sind zudem 170 Patienten an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben: 69 in Krankenhäusern und 98 in Pflege- oder Wohnheimen. Die Mehrheit der dort verstorbenen Patienten wurde zuvor positiv auf Corona getestet. Insgesamt verstarben in diesem Zusammenhang in Belgien bis jetzt 7.501 Patienten - 53 % davon in einer Pflegeeinrichtung und 46 % in Krankenhäusern.

Die Sterbefälle in den Kliniken sind allesamt bestätigte Coronafälle. In den Pflegeheimen wurden sowohl bestätigte, als auch vermutliche Covid-19-Fälle registriert. In den letzten 24 Stunden wurden aber auch wieder 525 neue Infizierungen registriert. 149 dieser Ansteckungen wurden aus Pflegeeinrichtungen gemeldet. Bis heute wurden belgienweit 47.859 Coronainfizierungen gemeldet.

Nach Ansicht von führenden Virologen muss sich die Zahl der neuen Krankenhausaufnahmen täglich bei rund 100 Fällen in Belgien einpegeln, um die geltenden Schutzmaßnahmen Schritt für Schritt lockern zu können. Das bedeutet in etwa ein Fall pro Tag pro Klinik in Belgien (davon gibt es hierzulande 105). Die Tatsache, dass diese Zahlen allerdings eher stagnieren und auch wieder leicht ansteigen können, ist für die Virologen eher keine besonders gute Nachricht. 

Die Reproduktionszahl, der sogenannte „R-Wert“, des Coronavirus in Belgien lag zwischen dem 20. und dem 26. April bei 0,79. Das bedeutet, dass eine infizierte Person weniger als eine weitere Person anstecken kann. Liegt dieser Wert bei 1, kann eine weitere Person mit Covid-19 infiziert werden. Auch dieser Wert ist bei der Bewertung der Lage vor den Lockerungen für die Virologen wichtig. Sie sind der Ansicht, dass der „R-Wert“ auf jeden Fall im Durchschnitt unter 1 bleiben muss.