David rozing

Ein Viertel aller Unternehmen in Flandern braucht finanzielle Hilfe beim Neustart

Laut einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Graydon braucht etwa jedes vierte Unternehmen im belgischen Bundesland Flandern zusätzliche Finanzmittel für einen Neustart um Zuge der Lockerungen der Coronamaßnahmen. Diese Zahl stimmt in etwa mit dem belgienweiten Durchschnittswert überein. Bleiben finanzielle Unterstützung oder Kapitalerhöhungen aus, droht bei vielen Firmen die Pleite.

Graydon basierte seine Studie auf die zur Verfügung stehenden Unternehmensdaten und auf der Annahme, dass die hiesigen Unternehmen ab Montag, den 4. Mai, ihre Aktivitäten wieder aufnehmen.

Rund ein Viertel aller Unternehmen im belgischen Bundesland Flandern braucht laut Graydon zusätzliche Mittel, um einen Neustart auf Dauer zu gewährleisten. Das bedeutet entweder eine Kapitalerhöhung durch die Aktionäre, zusätzliche Kredite von Seiten der Banken oder eine staatliche Unterstützung. Bleiben diese Mittel aus, dann droht vielen Firmen eine Pleite oder ein Konkurs.

Doch dieser Neustart betrifft nicht alle Sektoren, denn die Gastronomie und der Veranstaltungs- und Kulturbereich müssen noch auf Grünes Licht warten. Hier wird der Schock wohl besonders groß ausfallen.

Graydon fand heraus, dass drei von 10 Unternehmen aus dem Eventsektor davon ausgehen, die Coronakrise nicht überleben zu können. In der Gastronomie betrifft dies sogar vier von 10 Unternehmen.

Das wirtschaftliche Leben kommt ab Montag langsam und Schritt für Schritt wieder in Fahrt, doch bis die Situation wieder so sein kann, wie im Februar vor dem Ausbruch der Coronapandemie, wird es wohl noch einen langen Atem brauchen. Und den haben viele Unternehmen in Belgien nicht wirklich.