Ein kurzer Überblick: Was dürfen Sie ab heute wieder?

Ab dem heutigen Mai beginnt die erste Phase des Ausstiegsplans, mit dem Belgien die Corona-Maßnahmen langsam lockern will. Mit der Lockerung können auch Unternehmen in nicht wesentlichen Sektoren einen Neustart vornehmen, wenn auch mit besonderen Sicherheitsmaßnahmen.

  • Heimarbeit ist ab dem heutigen Montag nicht mehr obligatorisch. Homeoffice wird lediglich empfohlen. Viele Menschen dürfen also ab heute wieder arbeiten gehen, das heißt, auch wieder physisch ihren Arbeitsplatz aufsuchen, solange ihr Unternehmen nur mit anderen Unternehmen und nicht mit der breiten Öffentlichkeit in Kontakt kommt.
  • Auch der Bausektor darf seine Arbeiten wieder aufnehmen.
  • Was die Läden betrifft, so dürfen vorerst nur die Stoffläden wiedereröffnet werden, um Stoffe und Mundmasken anzuliefern.
  • Und weil jetzt mehr Menschen erneut arbeiten gehen, werden die Kinderbetreuungseinrichtungen in den Kinderkrippen wieder erweitert. Auch wenn nur einer der beiden Elternteile außer Haus arbeiten muss, darf das Kind nun in eine Krippe oder zu einer Tagesmutter gebracht werden. Das gilt auch für alleinerziehende Eltern.
  • Der öffentliche Verkehr wird übrigens auch wieder nach dem normalen Fahrplan verkehren. Als Fahrgast in Bus, Straßenbahn, Zug und U-Bahn sind Sie allerdings verpflichtet, Mund und Nase mit einer Mundmaske oder einem Schal zu bedecken. Diese Maßnahme gilt für alle Fahrgäste ab dem 12. Lebensjahr und ab dem Zeitpunkt, ab dem Sie einen Bahnhof betreten, oder ab dem Zeitpunkt, ab dem Sie an einer Bushaltestelle ankommen. NMBS-Sprecher Dimitri Temmerman erklärt, wie die Einhaltung dieser Maßnahme kontrolliert wird: „Zunächst einmal werden wir als NMBS die Menschen sensibilisieren und zwar über Ankündigungen und Plakate auf den Bahnhöfen. Auch die Zugbegleiter und Stewards werden die Fahrgäste darauf ansprechen. Für die Kontrollen ist die Polizei (in Zusammenarbeit mit den Sicherheitsdiensten der Bahn, Red.!) zuständig. Die Polizei kann Bußgelder ausstellen. Ein Verstoß kostet 250 Euro. Das ist eindeutig, auch die Vorschriften sind deutlich. Wir bitten deshalb die Fahrgäste, dies mit uns gemeinsam zu respektieren.“
  • Krankenhäuser dürfen ab heute wieder nicht dringende Konsultationen durchführen.
  • Schließlich ist es ab dem heutigen Montag zudem erlaubt, sich mit zwei Personen (zusätzlich zur Familie) zu treffen, um Sport im Freien zu betreiben. Allerdings darf die Sportart nur im Freien betrieben werden und es muss ein Sport sein, bei dem man keinen physischen Kontakt zu anderen Personen hat. So ist Tennis spielen, Surfen oder Angeln erlaubt.

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