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Globaler Spendenmarathon unter Vorsitz der Europäischen Kommission hat begonnen: Belgiens Premier ergreift ebenfalls das Wort

Bei der internationalen Geberkonferenz, auf der 7,5 Milliarden Euro für die Entwicklung von Tests, Behandlungen und Impfstoffen gegen das neue Coronavirus gesammelt werden sollen, sind an diesem Montag die ersten Milliarden Euro eingetroffen. Die Europäische Kommission, die durch Präsidentin Ursula von der Leyen den Vorsitz der Konferenz führt, gab den Startschuss mit der Zusage von 1 Milliarde Euro.

Die Geberkonferenz ist eine Initiative der Europäischen Union und u.a. der Länder Frankreich, Deutschland, des Vereinigten Königreichs, Norwegen und Saudi-Arabien. Während der Online-Konferenz, die um 15.00 Uhr begann, ergreifen viele führende Politiker der Welt das Wort. Ziel ist es, eine Anfangsfinanzierung von 7,5 Milliarden Euro für die Entwicklung von Tests, Behandlungen und Impfstoffen gegen COVID-19 aufzubringen.

Als Gastgeberin sagten von der Leyen und ihre Kommission 1 Milliarde Euro zu. Der französische Präsident Emmanuel Macron versprach 500 Millionen Euro, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel 525 Millionen Euro und der japanische Premierminister Shinzo Abe mehr als 760 Millionen Euro. Es sieht so aus, als würde das Ziel erreicht werden.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres betonte, er sei dankbar für die gemachten Versprechen, warnte aber davor, dass es rund 40 Milliarden Euro kosten könnte, um die Menschen in allen Teilen der Welt zu erreichen.

"Ich halte diese heutige Konferenz in einer Zeit, in der wir nicht immer multilateral so zusammenarbeiten, wie ich mir das wünsche, für ein ganz wichtiges Signal. Es ist eine Stunde der Hoffnung. Ich danke allen, die dabei sind. Deutschland wird sich tatkräftig einbringen und die Entwicklung weiterverfolgen. Wir wissen, dass dies nicht die letzte Konferenz dieser Art war und dass noch mehr Anstrengungen nötig sein werden", hieß es dann auch von Seiten der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Laut Emmanuel Macron sollte ein Impfstoff - einmal entwickelt - allen zugutekommen können. Der Impfstoff müsse dem ganzen Planeten „von der Organisation angeboten werden, die wir bevorzugen", sagte er. "Jeder für sich allein unter COVID-19, das wäre ein großer Fehler."

Die großen Abwesenden auf der Geberkonferenz sind die Vereinigten Staaten. Es wird befürchtet, dass die USA versuchen werden, selbst einen Impfstoff zu entwickeln, den sie dann nicht mit anderen Ländern oder internationalen Organisationen teilen wollen.

Es muss gesagt werden, dass nicht alle Ressourcen, die auf der Geberkonferenz zugesagt werden, neu sind. Auch die belgische Premierministerin Sophie Wilmès spricht auf der Konferenz.