Im Stadtteil Etterbeek (Brüssel) ist die Mundmaske auf mehreren Straßen obligatorisch

Der Bürgermeister des Brüsseler Stadtteils Etterbeek, Vincent De Wolf (LB), macht auf einer Reihe von Straßen das Tragen von Mundmasken verpflichtend. Der Nationale Sicherheitsrat rät dies nur in Bezug auf öffentliche Verkehrsmittel, Schulen und Geschäfte. Doch die Gemeinde habe viele Fußwege, die zu schmal seien, um anderthalb Meter Abstand zu halten, sagt De Wolf.

Wer die Brüsseler Gemeinde Etterbeek betritt, muss in mehreren Straßenzügen einen Mundschutz tragen. Bürgermeister Vincent De Wolf sagt, dass es auf manchen schmalen Fußwegen nicht möglich sei, anderthalb Meter Abstand zu halten. Daher die Entscheidung. Es sei sicherlich nicht auf allen Straßen obligatorisch. Doch zum Beispiel auf dem Waversesteenweg und der Einkaufsstraße Tongerenstraat (Rue des Tongres). „Es handelt sich um Straßen mit nur Geschäften und schmalen Fußwegen. Ab dem 11. Mai wird es dort nicht mehr möglich sein, den sozialen Abstand von anderthalb Metern zu respektieren. Deshalb habe ich beschlossen, dass die Menschen dort eine Mundmaske tragen müssen."

Auf Anraten der Universität

Obwohl der Sicherheitsrat nur zu Mundschutz in Schulen, Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln rät, geht der Bürgermeister also noch einen Schritt weiter. "Mehrere Universitätsprofessoren haben sich an mich gewandt und mich gebeten, eine Mundmaske auch auf schmalen Fußwegen zur Pflicht zu machen. Die Leute müssen diese sowieso in den Geschäften tragen. Und weil es besser ist, die Masken nicht anzufassen, können sie sie auch auf der Straße anbehalten." Mehrere Beamte werden die Einwohner in dieser Woche informieren, damit ab dem 11. Mai in den Einkaufsstraßen jeder eine Mundmaske trägt.

Nicht alle Mitglieder des Schöffenkollegiums sollen mit der Entscheidung einverstanden gewesen sein, ist zu hören.