Radio 2

Run auf die Stoffläden: bis zu 1,5 Stunden Wartezeit bei Veritas

Damit jeder die Möglichkeit bekommt, selbst eine Schutzmaske zu nähen, durften die Stoffläden in Belgien eine Woche früher als andere Geschäfte öffnen. Vor mehreren Fachgeschäften bildeten sich am Montag lange Schlangen.

Nicht ohne meine selbstgenähte Schutzmaske werden sich viele gedacht haben, die Montag die Stoff- und Kurzwarengeschäfte stürmten, um ihren Vorrat an Baumwollstoffen und Gummibändern aufzufüllen.

Ziel der Nähwütigen war insbesondere die belgische Handelskette Veritas.

Die Geschäfte selbst handhaben seit der Aufhebung der Beschränkungen strenge Sicherheitsmaßnahmen. Bei Veritas gelten 1,5 Meter Abstand und dürfen höchstens fünf Kunden gleichzeitig im Laden anwesend sein. Die Kunden sind auch verpflichtet, einen Warenkorb zu nehmen und sich die Hände zu desinfizieren. Darüber hinaus müssen sie dem Einbahnverkehr im Laden folgen: Umkehr machen und von den Stoffen über die Stricknadeln zu den Strumpfhosen wechseln ist in Corona-Zeiten nicht mehr möglich.

Manche Kundinnen mussten Montagmorgen über 1,5 Stunden warten, bevor sie über die Ladenschwelle treten durften. 

Gummiband am ersten Tag ausverkauft

110 von 126 Veritas-Filialen wurden am Montag nach einer über 7-wöchigen Schließung wieder eröffnet. Vorläufig geschlossen bleiben nur die Filialen in den Einkaufspassagen.

 „Wir haben sehr viele Ready-to-wear-Mundschutzmasken verkauft und auch die Nachfrage nach vorgeschnittenen Stoffen für Masken ist riesig“, hieß es am ersten Verkaufstag bei Veritas.

Wie am Schnürchen verlief auch der Verkauf von Gummibändern: In manchen Filialen war das Gummiband am Ende des Tages ausverkauft.

Radio 2