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Veranstaltungsbranche steht das Wasser bis zum Hals: 25 % der Betriebe stecken in finanziellen Schwierigkeiten

Corona-Krise und Lockdown haben insbesondere die kleinen und mittelgroßen Betriebe in der Veranstaltungsbranche in finanzielle Bedrängnis gebracht. Das hat eine Untersuchung der Hochschule Karel de Grote ergeben: „Je länger die Ausgangsbeschränkungen anhalten, desto schlimmer wird es noch“, sagt Bruno Schaubroeck, Sprecher der neugegründeten Taskforce.

„In unserer Branche arbeiten rund 3.000 Betriebe und 80.000 Leute“, fährt Schaubroeck fort. Seit dem Ausbruch der Krise haben sich die Verluste auf rund 5 Milliarden Euro angehäuft. Die Zukunft sieht düster aus: „Nach sechs Monaten Lockdown wird der Anteil Betriebe, denen das Wasser bis zum Hals steht, von 25 Prozent auf 75 Prozent angestiegen sein.“

Betroffen seien vor Allem die Licht- und Tonzulieferunternehmen.

Der Sprecher der Veranstaltungsbranche fordert eine Perspektive für die Betriebe: „Die Branche hat bereits das Frühjahr und den Sommer verloren. Und weiß nicht, ob es in der dritten Saison noch etwas wird.“ Sogar die Aussicht auf den Herbst stimmt Bruno Schaubroeck nicht wirklich zuversichtlich: Denn, auch wenn jetzt grünes Licht für den Sektor käme und wieder gearbeitet werden dürfte, würde es mehrere Monate dauern, bevor Veranstaltungen stattfinden könnten. Die Vorbereitungen dauern lange: „Der Sektor braucht eine Perspektive, um aus der Krise zu geraten.“

Herman Wouters