AFP

Der belgische Virologe Peter Piot wird "Corona-Berater" von Ursula von der Leyen

Der weltweit hochangesehene belgische Virologe Peter Piot (Foto) ist zum „Corona-Sonderberater“ der EU-Kommissionsvorsitzenden Ursula von der Leyen benannt worden. Der aus Flandern stammende Mediziner und Mikrobiologe ist u.a. Experte in Aids- und Ebola-Fragen und gehört bereits zu einer Fachgruppe zu Covid-19 der EU-Kommission.

Peter Piot (Entdecker des Ebola-Virus im Kongo 1976, langjähriger Prof. für Mikrobiologe an der Universität Antwerpen, von 1992 bis 1995 Aids-Experte bei der WHO, 1995 bis 2008 Leiter von UNAIDS und seit 2010 Leiter der London School of Hygiene & Tropical Medicine) wird die EU-Kommission beraten, um „diese bei den Recherchen und bei der Innovation im globalen Kampf gegen die Corona-Pandemie zu unterstützen und zu dirigieren.“

Die Kommissionsvorsitzende Ursula von der Leyen sagte dazu: „Die präzise Erfahrung von Prof. Piot wird uns bei unseren Aktivitäten, um die Entwicklung von neuen Impfstoffen, Diagnose und Behandlungen gegen das Coronavirus, führend helfen und er wird uns bei der Entwicklung einer Strategie helfen, die uns auf alle kommenden Epidemien vorbereitet.“

Peter Piot, der gegenüber dem flämischen Magazin „Knack“ erzählte, dass er sich gerade selbst von einer Covid-19-Erkrankung erholt, ist inzwischen 71 Jahre alt und doziert(e) an zahlreichen Universitäten in ganz Europa. Er hat trotz seiner Corona-Erkrankung nicht vor, in den Ruhestand zu gehen, aber, wie er im Knack-Interview andeutete, „ich habe verstanden, dass dies mein Leben verändern wird, trotz der konfrontierenden Erfahrungen, die ich bisher mit Viren gemacht habe.“

Das erste, was er nach seiner Genesung tun werde, so Piot, sei seine Arbeit als Berater von Ursula von der Leyen (Foto unten) aufzunehmen. Wie nennt man so eine Haltung noch mal? Unruhestand im positiven Sinne! 

AFP or licensors