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Brussels Beer Project investiert sechs Millionen Euro in neue Brauerei in Anderlecht

Die neue Brauerei im Brüsseler Stadtteil Anderlecht soll 35.000 Hektoliter Bier pro Jahr produzieren. Brussels Beer Project (BBP) hat einen Vertrag mit Invest For Jobs und der Bank BNP Paribas für sechs Millionen Euro abgeschlossen.

Die Corona-Krise hat die junge Craft-Beer-Brauerei aus Brüssel nicht entmutigt: In Zukunft sollen sämtliche Biere zentral in der neuen Anlage in Anderlecht gebraut werden. Zurzeit wird die Produktion noch über eine Anlage in der Brüsseler Dansaertstraat und eine Partnerbrauerei in Limburg verteilt, die zurzeit zwei Drittel der Produktion liefert.

Die neue Brauerei wird am Kanalufer errichtet und um einen Biergarten erweitert. Eine Neuheit in der Brüsseler Region, wo man sich in den sonnigen Monaten meistens auf einer Terrasse trifft.

Die Brüsseler Kleinbrauerei war 2013 von einer Handvoll Bierliebhaber gegründet worden, die neue Geschmacksrichtungen erproben und die Craft-Bier-Szene aufmischen wollten. Über ihr erstes Bier aus recyceltem Weißbrot, „Babylone“ genannt, wird heute noch geredet. Eine gar nicht so verwegene Idee, wenn man weiß, dass vor 7000 Jahren in Babylon Bier aus Hopfen, Malz und Brot gegärt wurde.

Über die Hälfte der finanziellen Mittel holten sich die jungen Brauer über Crowdfunding.

Schankräume gibt es mittlerweile auch in Paris und Tokio.