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Die belgische Regierung setzt auf ein eigenes Impfstoff-Zentrum

Die belgische Bundesregierung unterstützt die Antwerpener Universität (UAntwerpen) und die Freie Universität Brüssel (ULB) mit 20 Mio. € für ein eigenes Impfstoff-Zentrum. Ziel dieses Zentrums ist auch, herauszufinden, welcher von andernorts z.B. von der Pharmaindustrie entwickelte Impfstoff gegen Viren jeweils das wirksamste Mittel ist. 

Belgien wird damit das einzige Land in Europa sein, dass die Wirksamkeit von Impfstoffen schnell überprüfen kann, so Beobachter. Neben dem belgischen Staat investiert die Privatwirtschaft in Belgien ebenfalls 20 Mio. € in dieses Projekt. Davon ausgeschlossen sind aber Unternehmen aus der Pharmaindustrie.

Dieses Projekt wird von zwei anerkannten Professoren geleitet. Bei der Antwerpener Universität ist dies der Epidemiologe und Experte für Impfstoffe Pierre Van Damme und bei der frankophonen ULB in Brüssel ist dies der Immunologe Arnaud Marchant. Das Impfstoff-Zentrum besteht aus zwei Einrichtungen.

In Antwerpen wird eine eigene Quarantänestation mit 30 Betten eingerichtet, in der Testpersonen abgeschwächten Formen eines Virus bzw. dem jeweils zu untersuchenden Virus ausgesetzt werden. Bei diesen Probanden wird es sich um gesunde Personen handeln, von denen einige geimpft werden und andere nicht. Allerdings werden diese Testpersonen nur einer wirksamen Behandlungsmöglichkeit, bzw. einem wirksamen Imfstoff ausgesetzt - vorher werden sie auch natürlich keinen Viren ausgesetzt.

In Brüssel hingegen wird man sich mit den Folgeerscheinungen derr Antwerpener Tests auseinandersetzen, um herauszufinden, welche Mengen eines Impfstoffs individuell notwendig sind, um gegen das jeweils zu untersuchende Virus schützen zu können, bzw. um Immunität dagegen aufzubauen.

Die Wissenschaft hofft, über diesen Weg die Entwicklung von Impfstoffen beschleunigen zu können. Die beiden Einrichtungen dieses belgischen Impfstoff-Zentrums sollen bis Anfang 2022 operativ sein. Für Tests bezüglich des Coronavirus Covis-19 wird dieses Zentrum noch nicht einsetzbar sein, es sei denn, dieses mutiert weiter und bricht noch einmal über uns ein…