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Küstentourismus: Kein FKK in Bredene, "Cabrio-Strandzonen" in Knokke und eine Entschädigungsforderung

Die Coronakrise sorgt auch beim Tourismus an der belgischen Nordseeküste für Probleme. Bisher sind die Stände tabu und nur für Anwohner zugänglich. Langsam aber soll der Tourismus wieder angekurbelt werden. Doch es gibt weiter Einschränkungen, aber auch kreative Lösungen. Die Besitzer von Zweitwohnungen an der Küste wollen endlich wieder dorthin kommen. Einer von ihnen zog vor Gericht und fordert eine Entschädigung für jeden Tag, an dem er dort nicht sein darf.

Der Besitzer einer Zweitwohnung an der Küste fordert von belgischen Staat eine Entschädigung von 50 € für jeden Tag, an dem er durch die Coronamaßnahmen dort nicht sein darf. Die flämische Wirtschaftszeitung De Tijd schreibt dazu, dass der Kläger über seinen Anwalt einen Gerichtvollzieher zum Kabinett von Bundesinnenminister Pieter De Crem (CD&V) geschickt hat, um dort eine entsprechende gerichtliche Vorladung abzugeben. 

In Bredene wird es in diesem Sommer keinen FKK-Bereich geben, denn die Gemeindeverwaltung hat den Nacktstrand dem in Coronazeiten geforderten sozialen Abstand von 1,5 Metern zwischen zwei Personen geopfert (Foto oben). Um den gesamten Strand besser nutzen zu können, wird der Nacktstrand von Bredene zum Entsetzen der Nudisten zum Textilstrand…

Die Gemeinde Knokke-Heist geht kreativ mit ihren Corona-Lösungen um. Hier werden am Strand 200 sogenannte „Cabrio-Strandzonen“ eingerichtet (Foto unten). Solche Strandkabinen bieten Familien und Freundeskreisen aus dem eigenen Kreis eine sichere Zone von 3 auf 3 Metern. Zwischen diesen „Cabrios“ ist jeweils ein Zwischenraum von 4 Metern.

Damit soll vermieden werden, dass die Gäste den Strand mit eigenem Material „vollstopfen“. Die Kommunalverwaltung zählt dabei auf den „gesunden Menschenverstand“. Reserviert werden können diese Körbe nicht. Wer zuerst kommt, malt zuerst… 

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